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Pressemitteilung

Nr. 327 vom 15.07.2022

Altes Handwerk lebt wieder auf - Sensenkurse auf Schloss Ellwangen

Der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Aalen e.V. www.kogv-aalen.de und die Obst- und Gartenberatung des Landratsamts Ostalbkreis luden am vergangenen Wochenende zu Sensenkursen auf dem Schloss ob Ellwangen ein.

Sensenlehrer Heinz Wiedmann vom Sensenverein Deutschland www.sensenverein.de brachte den Teilnehmenden Grundlagen des Sensenmähens, Dengelns und Wetzens von Sensen bei.

Die Mahd mit der Sense ist für alle Wiesenbewohner die schonendste Mähweise. Hiermit kann jeder Wiesenbesitzer einen wichtigen Beitrag gegen das allgegenwärtige Artensterben leisten und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren in einer Kräuter- oder Streuobstwiese erhalten. Außerdem ist die Bewegung an der frischen Luft gesund, leise und trägt zur meditativen Entspannung bei, wenn man es kann. Man verbraucht zudem weder Strom noch Treibstoffe, was in der aktuellen Situation besonders wichtig ist.

Die Kursteilnehmenden lernten in den sehr kurzweiligen Tageskursen alles, was man zum Sensenmähen braucht: Das individuelle Anpassen des Sensenstiels an die eigene Körpergröße, das ´in den Zirkel stellen´ des Sensenblattes, die richtige Körperhaltung und Bewegung bis hin zum Wetzen und Dengeln der Sense.

Alle im Anfängerkurs waren nach anfänglichen Schwierigkeiten völlig begeistert, als sie es schafften, tatsächlich auch Gras zu mähen, ohne ständig nur in Ameisenhaufen fest zu stecken. Auch das Ausmähen um die Stämme von Streuobstbäumen meisterten alle schnell mit Bravour. Die Fortgeschrittenen erhielten von Heinz Wiedmann und seinem Sohn Mario noch zahlreiche Tipps, um das Mähen noch entspannter und kräfteschonender zu bewerkstelligen.

Das Wetzen und Dengeln mit unterschiedlichen Wetzsteinen, Dengelstöcken und Ambossen war für die Anfänger noch ein Buch mit sieben Siegeln. Heinz Wiedmann tröstete aber alle, dass der bekannte Spruch `Erst Übung macht den Meister´ hier voll zum tragen käme.
Das muntere Klopfen der Dengelhämmer, lockte viele neugierige Besucher an, die eigentlich nur Schloss und Schlossmuseum besuchen wollten.

Alle waren sich einig, wie wichtig es ist, dieses alte Handwerk nicht zu vergessen, sondern die Kenntnisse an die jüngere Generation weiter zu geben. Sie konnten es am Ende kaum erwarten, die neu gelernten oder verbesserten Fertigkeiten gleich auf den eigenen Streuobstwiesen anzuwenden.

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Telefax 07361 50358-1312