Nr. 337 vom 30.07.2026
Geschäftsbericht des Ostalbkreises für 2025 erschienen
160 Seiten umfasst der Geschäftsbericht des Landratsamts Ostalbkreis für das vergangene Jahr. "Darin finden sich zusammengefasst alle wichtigen Maßnahmen und Projekte der Kreisverwaltung, der GOA und der Kliniken des Jahres 2025", so Landrat Dr. Joachim Bläse in der letzten Kreistagssitzung vor der Sommerpause am 28. Juli. Der Bericht steht unter newsroom.ostalbkreis.de, Rubrik Publikationen, als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.
In seinem Vorwort skizziert der Ostalb-Landrat die zentralen Herausforderungen des letzten Jahres, denen sich der Ostalbkreis stellte:
"Die Handelspolitik der Vereinigten Staaten und der nach wie vor andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine beeinflussen internationale Lieferketten und schwächen damit letztlich die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen im Ostalbkreis. Auch die veränderten sicherheits- und bündnispolitischen Rahmenbedingungen wirken bis in die kommunale Ebene hinein. Hinzu kommt der tiefgreifendste technologische Transformationsprozess der letzten Jahrzehnte, der unsere Gesellschaft vor riesige Herausforderungen stellt.
In der Folge lag die Arbeitslosenquote Ende 2025 mit 3,9 Prozent noch über dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig blieb die Finanzlage der Kommunen insgesamt wie auch die Haushaltslage des Ostalbkreises angespannt. Die Gründe liegen im Defizit der Kliniken Ostalb, die der Ostalbkreis auszugleichen hat, sowie in der Höhe der Sozialausgaben, die nach wie vor bei rund 200 Mio. Euro pro Jahr liegen – Tendenz steigend.
Zur Reduzierung des Klinikdefizits hat der Kreistag im September 2024 ein Zukunftskonzept beschlossen. Mit den Restrukturierungs- und Übergangsmaßnahmen sind wir erfreulicherweise deutlich schneller vorangekommen. Das Ostalb-Klinikum wird zum regionalen Notfallschwerpunkt für Herz, Kopf und Trauma ausgebaut – inklusive Erweiterung der Notaufnahme sowie OP-, Intensiv- und Intermediate Care-Ausbau und einer neuen Neuroradiologie. In Mutlangen wird die onkologische und endoprothetische Versorgung konzentriert, außerdem wurde der Umzug der Urologie von Ellwangen nach Mutlangen vorbereitet. Ellwangen wird zu einem sektorenübergreifenden Gesundheitsstandort mit ambulanten und stationären Angeboten. Für den geplanten Neubau des Regionalversorger-Klinikums in Essingen wurden bereits erste europaweite Ausschreibungen vorgenommen.
Gemeinsam mit Minister Peter Hauk konnten wir die Europäische Ausbildungs- und Transferakademie in Ellwangen einweihen. Zur Förderung hochbegabter sowie sehr leistungsstarker Schülerinnen und Schüler haben wir als gemeinsamer Schulverband Ostalbkreis - Stadt Schwäbisch Gmünd eine Kooperationsvereinbarung für das Landesgymnasium für Hochbegabte mit der Landeshauptstadt Stuttgart geschlossen.
Einen wichtigen Meilenstein zur Verbesserung unserer Verkehrsinfrastruktur und zur Anbindung an die Region Stuttgart stellte die Freigabe der vierspurig ausgebauten B 29 zwischen Essingen und Aalen dar. Auf der Schiene konnten wir nach jahrelangen Verhandlungen eine Finanzierungsvereinbarung zum Ausbau und zur Elektrifizierung der Brenzbahn schließen.
Vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen ist unser Ziel, die Gründungsdynamik im Ostalbkreis zu stärken – mit Schwerpunkt auf technologie- und wissensbasierte Gründungen. Das Forschungsinstitut fem unterstützt mit dem en stehenden Innovationsökosystem INC’BEAT technologieorientierte Start-ups. Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd bietet mit der Creative Hall Assisted Living ein Kreativlabor für digitale Innovationen im Gesundheits- und Pflegebereich, und die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd fördert kreative, designorientierte Gründungsideen. Die Hochschule Aalen bringt ihre langjährige Erfahrung in der Begleitung technologieorientierter Start-ups über den INNO-Z Incubator und den INNO-Z AAccelerator ein.
In der Landwirtschaft fördern wir Fortbildung und Innovation durch das neu entwickelte Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0 am Beruflichen Schulzentrum Aalen. Der Neubau unseres zweiten Verwaltungsstandorts auf dem Aalener Union-Areal kommt voran und wird bis Mitte 2027 bezugsfertig sein."
Bläse betont, die Landkreisverwaltung arbeite kontinuierlich daran, als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger schneller und einfacher zu werden. Dazu setzt das Landratsamt KI-Anwendungen ein und baut den Online-Services weiter aus. "Immer aktuell informieren können Sie sich über unsere Arbeit unter www.ostalbkreis.de, über unsere Social Media-Kanäle auf Facebook, Instagram, X, YouTube, LinkedIn und TikTok sowie unsere Social Wall", so der Landrat abschließend.


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