Nr. 329 vom 28.07.2026
Vom Wissen zum Handeln: 27 neue Resilienzberatende im Ostalbkreis geschult - Digitale Vernetzungsplattform geht an den Start
Das Resilienzzentrum Ostalbkreis setzt seinen erfolgreichen Weg in der Stärkung der regionalen Krisenvorsorge fort: Bei der dritten Resilienzberatungsschulung im Juli 2026 wurden insgesamt 27 Resilienzberaterinnen und -berater erfolgreich geschult. Über vier Schulungsabende hinweg eigneten sich die Teilnehmenden Wissen in den Bereichen Katastrophenschutz, Notfallvorsorge und Krisenkommunikation an – und erhielten zum Abschluss ihre Zertifikate als qualifizierte Resilienzberaterinnen und -berater.
Damit wächst das Netzwerk der ausgebildeten Resilienzberatenden im Ostalbkreis auf insgesamt 70 engagierte Bürgerinnen und Bürger an, die ihr Wissen in Familien, Nachbarschaften, Vereinen und beruflichen Kontexten weitertragen. Wegen der anhaltend hohen Nachfrage, auch für den dritten Durchgang, konnten leider nicht alle Interessierten berücksichtigt werden. Dies unterstreicht eindrucksvoll, wie groß das Bedürfnis nach praktischer Krisenvorsorge in der Bevölkerung ist.
Das Konzept der Resilienzberatungsschulung stößt dabei längst nicht nur im Ostalbkreis auf Resonanz. Andere Kommunen und Landkreise erkundigen sich zunehmend nach dem Aufbau und den Inhalten der Schulung, um vergleichbare Angebote in ihren Regionen zu etablieren. Bereits beim ersten Durchgang im Jahr 2025 hatte ein Reporter des finnischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens die Schulung begleitet, um das Konzept einem internationalen Publikum vorzustellen. Die wachsende überregionale Aufmerksamkeit bestätigt den Ostalbkreis in seinem Ansatz und zeigt, dass die Resilienzberatungsschulung als Vorbild für eine bürgernahe Krisenvorsorge weit über die Region hinaus wahrgenommen wird.
Doch mit der Übergabe der Zertifikate endet die Unterstützung durch das Resilienzzentrum künftig nicht mehr. Denn der Ostalbkreis geht jetzt einen entscheidenden Schritt weiter.
Mit Förderung des Ministeriums für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg hat das Resilienzzentrum Ostalbkreis einen exklusiven Community-Bereich für alle zertifizierten Resilienzberatenden aufgebaut. Die zentrale digitale Anlaufstelle für diese abgeschlossene Benutzergruppe stellt sicher, dass die Beratenden nach ihrer Schulung nicht auf sich allein gestellt sind. Sie werden dauerhaft begleitet und unterstützt mit praxistauglichen Werkzeugen wie etwa Präsentationen und weiterführenden Links zu unterschiedlichen Themenbereichen, aufbereiteten, praxiserprobten Materialien oder Tools, Vernetzung untereinander und vielem mehr.
Rückblickend, nach den Schulungsdurchgängen und aus den Erfahrungsberichten der Resilienzberatenden, zeigt sich der durchaus positive und motivierende Mehrwert dieses Konzeptes. So wurden in Nachbarschaftstreffs, bei Vereinsabenden oder im Rahmen der beruflichen Tätigkeit Vorsorgethemen platziert und Menschen für die persönliche Notfallvorsorge sensibilisiert.
"Uns war von Anfang an klar, dass die Schulung nur der Startpunkt sein kann. Der eigentliche Mehrwert entsteht erst dann, wenn die Resilienzberatenden ihr Wissen in die Breite tragen. Mit dem Community-Bereich geben wir ihnen jetzt genau die Infrastruktur an die Hand, die sie dafür brauchen. Krisenvorsorge wird so vom einmaligen Schulungserlebnis zu einem lebendigen, wachsenden Netzwerk im gesamten Ostalbkreis", erklärt Sabrina Günther, Koordinatorin des Resilienzzentrums.
Das Schulungsangebot wird aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage – sowohl aus dem Ostalbkreis als auch von interessierten Stellen aus anderen Regionen – auch in den kommenden Monaten fortgeführt und inhaltlich weiterentwickelt. Neue Teilnehmende profitieren künftig von Beginn an von der erweiterten Begleitstruktur und dem wachsenden Netzwerk erfahrener Resilienzberatenden.
Für Fragen und Informationen steht das Team des Resilienzzentrums Ostalbkreis unter E-Mail: resilienzzentrum[at]ostalbkreis.de oder telefonisch unter 07171 32-4119 zur Verfügung.


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