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Pressemitteilung

Nr. 210 vom 18.05.2026

KI trifft Industrie – Supercomputing für den Mittelstand

Wie kleine und mittlere Unternehmen künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen konkret für ihre Wettbewerbsfähigkeit nutzen können, erlebten rund 30 Unternehmensverantwortliche sowie Führungs- und Fachkräfte aus Wirtschaft und Politik der Region Ostwürttemberg bei einer Exkursion zum Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS). Im Mittelpunkt stand ein exklusiver Einblick in "HammerHAI“, die EU-geförderte KI-Plattform für Fertigung, Ingenieurwesen und Forschung.

Nach der Begrüßung durch Dennis Hoppe, Abteilungsleiter Converged Computing am HLRS, eröffneten Sandra Rohner und Thomas Usländer das Fachprogramm mit einer Vorstellung der KI-Allianz Baden-Württemberg sowie des Projekts Datenplattform. Dabei wurde deutlich: Gerade in Zeiten des industriellen Wandels gewinnen interoperable Dateninfrastrukturen zunehmend an Bedeutung – insbesondere für Branchen wie Automotive, Maschinenbau und Zulieferindustrie. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Unternehmen aktuell vor der Herausforderung stehen, geeignete Anwendungsfelder für KI zu identifizieren und die notwendigen Datenstrukturen aufzubauen. Ziel der Veranstaltung war es daher auch, konkrete Orientierung für erste Schritte im Umgang mit KI-gestützten Technologien zu geben.

Die Exkursion bot den Teilnehmenden nicht nur theoretische Impulse, sondern vor allem direkte Einblicke in modernste Technologien. Für viele Gäste wurde im Höchstleistungsrechenraum des HLRS erstmals greifbar, welche Leistungsfähigkeit heutige Hochleistungsrechner besitzen – und dass Supercomputing längst keine abstrakte Zukunftstechnologie mehr ist, sondern bereits konkrete industrielle Anwendungen ermöglicht. Eindrucksvoll veranschaulichte dies eine historische Einordnung: Der 1985 am HLRS installierte Cray-2-Supercomputer verfügte über eine Rechenleistung, die etwa der ersten Generation der Apple Watch aus dem Jahr 2015 entspricht.

Besonders großes Interesse weckte das Visualisierungslabor "CAVE“, in dem die Teilnehmenden mithilfe von 3D-Technologie in virtuelle Produktionsumgebungen eintauchen konnten. Anwendungen wie digitale Zwillinge, Strömungssimulationen oder virtuelle Fabrikmodelle wurden dort räumlich erlebbar. So können beispielsweise Produktionsabläufe simuliert, Entwicklungsprozesse optimiert oder Fehler frühzeitig erkannt werden.

Im Workshop diskutierten die Teilnehmenden konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI in ihren eigenen Unternehmen. Der erfolgreiche Einstieg in die KI-Nutzung beginnt nicht mit komplexer Technologie, sondern mit strukturiert verfügbaren Daten, klaren Anwendungsfällen und der aktiven Einbindung der Mitarbeitenden in Veränderungsprozesse.

Beim abschließenden Austausch entstanden zahlreiche neue Kontakte und weiterführende Gespräche zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerkpartnern. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll: Transformation entsteht vor allem im persönlichen Dialog und durch praxisnahe Erfahrungen.

Ermöglicht wurde die Exkursion durch die Zusammenarbeit des Transformationsnetzwerks Ostwürttemberg, des digiZ | Digitalisierungszentrums Ostwürttemberg, von Europe Direct Ostalb, der KI-Allianz Baden-Württemberg sowie des Stuttgarter Transformationsnetzwerks CARS 2.0. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, kleinen und mittleren Unternehmen einen niedrigschwelligen Zugang zu Zukunftstechnologien zu ermöglichen. Formate wie diese sollen Unternehmen dabei unterstützen, frühzeitig Kompetenzen im Bereich KI und datenbasierter Technologien aufzubauen und den technologischen Wandel aktiv mitzugestalten.

dischKI trifft Industrie – Supercomputing für den Mittelstand

Die Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer vor dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart. © Casandra Vollmer, Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg
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Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
Susanne Dietterle

Stuttgarter Straße 41
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Telefon 07361 503-1312
Telefax 07361 50358-1312