Nr. 181 vom 30.04.2026
Starkes Signal für die Schiene im Ostalbkreis: Landrat Dr. Bläse begrüßt Ertüchtigungspaket für Rems- und Riesbahn
Die Infrastruktur auf der Rems- und Riesbahn wird fit für die Zukunft gemacht. Im Nachgang der jüngsten Infrastrukturkonferenz in Donauwörth wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket erarbeitet, das die Schienenwege im Ostalbkreis nachhaltig stärken soll. "Die von der DB InfraGO zugesagten Maßnahmen sind ein entscheidender Schritt für unseren Wirtschaftsraum und die vielen Pendler in der Region", betont Landrat Dr. Bläse. "Durch die gezielte Ertüchtigung der Rems- und Riesbahn stellen wir sicher, dass unser Schienennetz nicht nur die Umleitungsverkehre im Hinblick auf die Korridorsanierung Ulm-Augsburg bewältigen kann, sondern auch kurzfristig an Qualität und Zuverlässigkeit gewinnt. Nach den neuen schnellen Fernverkehrsverbindungen aus dem Ostalbkreis Richtung Berlin und der Ausweitung des RE-Verkehrs auf die Obere Jagstbahn, ist das nun beschlossene Infrastrukturpaket ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der Bahn im Ostalbkreis."
Gezielte Investitionen für einen stabilen Betrieb
Das Maßnahmenpaket der Deutschen Bahn umfasst sowohl Instandhaltungen als auch vorgezogene Ersatzinvestitionen. Zu den zentralen Projekten im Ostalbkreis gehören:
- Instandsetzung der Riesbahn: Insbesondere im 2. Halbjahr 2025 hatten Gleis- und Signalprobleme den Betrieb auf der Riesbahn stark beeinträchtigt. Die betroffenen Abschnitte wurden durch den Infrastrukturbetreiber kurzfristig in Stand gesetzt. Zudem sind für 2026 zusätzliche Investitionen in die Signal- und Kommunikationstechnik vorgesehen, um die Störanfälligkeit der Infrastruktur auf der Riesbahn weiter zu reduzieren.
- Modernisierung der Stellwerkstechnik auf der Remsbahn: In den Stellwerken Essingen, Böbingen, Schwäbisch Gmünd und Lorch werden die bestehende Relaisstellwerke bis voraussichtlich Ende 2029 modernisiert und im Sinne einer späteren ETCS-Ausrüstung vorbereitet. Zusätzliche Blockverdichtungen und die Einrichtung von Gleiswechselbetrieb sollen für einen flüssigeren Zugverkehr und eine höhere Zuverlässigkeit der Technik sorgen. Zudem wird in Goldshöfe ein Elektronisches Stellwerk errichtet.
- Betriebsstabilität auf der Riesbahn: In Lauchheim wird ein neuer Außenbahnsteig auf Gleis 2 realisiert, um wieder Zugkreuzungen von Personenzügen mit Fahrgastwechsel zu ermöglichen und dadurch den Betrieb auf der eingleisigen Strecke zu stabilisieren. Die Umsetzung der Maßnahme ist bis zum Jahr 2031 vorgesehen.
- Leit- und Sicherungstechnik: Im Streckenabschnitt Fellbach – Plüderhausen erfolgt aktuell die Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik im Rahmen des Digitalen Knotens Stuttgart 3, auch hier wird nach Abschluss der Maßnahme Gleiswechselbetrieb im Sinne eines stabileren Bahnbetriebs auf der Remsbahn verfügbar sein.
- Erhöhung der Gleisqualität: Umfassende Gleisdurcharbeitungen sowie der präventive Tausch von Weichenkomponenten und die Pflege der Entwässerungssysteme im gesamten Streckenverlauf erhöhen die Stabilität des Betriebs und senken die Störanfälligkeit.
- Modernisierung der Bahnhalte: Neben der Ertüchtigung der Bahninfrastruktur erfolgt auch eine Aufwertung der Bahnhalte entlang der Remsbahn. Neben dem laufenden Neubau des Bahnhalts Aalen-West laufen unter anderem Planungen zur Modernisierung der Bahnhöfe Mögglingen und Böbingen.
Dank an die Partner für gute Zusammenarbeit
Landrat Dr. Bläse dankt explizit den Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit: "Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn und dem Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Herrn Ulrich Lange, der sich unermüdlich für die Belange unserer Region in Berlin einsetzt. Ebenso danke ich dem Land Baden-Württemberg sowie dem Freistaat Bayern als Aufgabenträger für den SPNV für den länderübergreifenden Schulterschluss. Nur gemeinsam konnten wir erreichen, dass diese wichtigen Maßnahmen nun prioritär angegangen werden."
Projekthintergrund
Die Ertüchtigung der Rems- und Riesbahn erfolgt im Vorgriff auf die für 2034 geplante Generalsanierung der Strecke Ulm–Augsburg. Um während dieser Zeit leistungsfähige Umleitungsstrecken zur Verfügung zu haben, investiert die DB InfraGO in die beiden Bahnstrecken. Ziel ist es, die Streckengeschwindigkeit stabil zu halten, die Bahninfrastruktur zukunftsfähig weiterzuentwickeln und die Schiene als attraktives Verkehrsmittel im Ostalbkreis zu festigen.
Ausbau der Brenzbahn und Ertüchtigung der Oberen Jagstbahn
Für die Brenzbahn laufen seit Ende 2025 die konkreten Planungen zum zweigleisigen (Teil-) Ausbau und zur Elektrifizierung der Strecke. Ziel sind Angebotsausweitungen im Nahverkehr, attraktivere Trassen für den Güterverkehr sowie eine verbesserte Schienenanbindung der Städte Aalen und Oberkochen durch neue Bahnhalte. Auch über die Umsetzung notwendiger Infrastrukturmaßnahmen auf der Oberen Jagstbahn laufen entsprechende Abstimmungen zwischen Landkreis, Deutscher Bahn und dem Land Baden-Württemberg. Auf der eingleisigen Strecke zwischen Goldshöfe und Crailsheim werden Maßnahmen zur Kapazitätssteigerung und zur Erhöhung der Betriebsstabilität angestrebt. Diese sollen auch der Stabilität der Fernverkehrslinie Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg zugutekommen.


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