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Pressemitteilung

Nr. 80 vom 23.02.2026

Der Betriebsausschuss Klinikimmobilien empfiehlt die Vergabe der Objektplanung und der Projektsteuerung für den Regionalversorger in Essingen - Greifbarer Planungsstart für das Kernstück des Zukunftskonzepts 2035 der Kliniken Ostalb

Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamts Ostalbkreis und der Kliniken Ostalb:

Der Betriebsausschuss Klinikimmobilien des Ostalbkreises hat heute die nächsten zentralen Schritte für den Neubau des Regionalversorgers der Kliniken Ostalb in Essingen empfohlen. Dem Kreistag wird vorgeschlagen, die Objektplanung an die Sweco GmbH sowie die Projektsteuerung inklusive BIM-Management an die Hitzler Ingenieure GmbH & Co. KG zu vergeben. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreistag in seiner kommenden Sitzung am 09.03.2026.

Mit dieser Empfehlung gehen die Kliniken Ostalb den nächsten wichtigen Schritt für die Umsetzung des im September 2024 beschlossenen Zukunftskonzepts 2035. Der Neubau in Essingen bildet das strukturelle Kernstück der künftigen stationären Versorgung im Ostalbkreis.

Landrat Dr. Joachim Bläse betont: "Mit der Empfehlung gehen wir einen entscheidenden Schritt in der Umsetzung unseres Zukunftskonzepts 2035. Der Neubau in Essingen ist das Kernstück dieser strategischen Neuausrichtung. Wir schaffen damit die bauliche Grundlage für eine moderne, leistungsfähige und langfristig tragfähige Krankenhausversorgung im gesamten Ostalbkreis. Jetzt beginnt die eigentliche Planungsarbeit transparent, fachlich fundiert und mit klarem Blick auf die Bedürfnisse der Menschen in unserer Region."

Sowohl die Objektplanung als auch die Projektsteuerung wurden in europaweiten Vergabeverfahren nach der Vergabeverordnung (VgV) ausgeschrieben.

Im Verfahren zur Objektplanung des neuen Klinikums gingen zwölf Teilnahmeanträge ein. Fünf Büros wurden nach Eignungsprüfung zur Angebots- und Verhandlungsphase zugelassen. Bewertet wurden unter anderem die funktionale Organisation von OP-, Intensiv- und Notfallbereichen, die Qualität der Pflege- und Behandlungsabläufe, Kosten- und Terminmanagement, modulare Bauweise sowie die Integration digitaler Planungsmethoden. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Objektplaners spielten auch bisherige Referenzen und die Durchdringung der internen Abläufe.

Die Sweco GmbH erzielte dabei die höchste Gesamtpunktzahl und wird zur Beauftragung der Leistungsphasen 1 und 2 nach HOAI (Grundlagenermittlung und Vorplanung) empfohlen.

Parallel dazu wurde die Projektsteuerung mit besonderem Fokus auf BIM-Kompetenz ausgeschrieben. Hier setzte sich für die Empfehlung an den Kreistag die Hitzler Ingenieure GmbH & Co. KG durch. Building Information Modeling (BIM) ist eine digitale Planungsmethode, bei der sämtliche Planungs- und Baudaten in einem gemeinsamen virtuellen Modell zusammengeführt werden. Dadurch lassen sich Schnittstellen frühzeitig erkennen, Kosten präziser kalkulieren und Terminabläufe verlässlich steuern. Gerade bei einem komplexen Krankenhausneubau ist BIM ein wesentlicher Baustein für Qualität, Wirtschaftlichkeit und langfristige Betriebssicherheit.

Vorstandsvorsitzender Christoph Rieß erklärt: "Der Neubau in Essingen ist Kern unseres Zukunftskonzepts 2035. Wir denken das Krankenhaus von den medizinischen Abläufen und vom Patienten her neu und planen es von innen heraus. Mit der Auswahl von Objektplanung und Projektsteuerung stellen wir sicher, dass Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und digitale Planungsmethoden von Beginn an optimal ineinandergreifen."

Mit der Empfehlung zur Beauftragung beginnt nun die eigentliche inhaltliche Planungsphase. Ziel ist ein patientenorientiertes, funktionales und zukunftsfähiges Krankenhaus für die Ostalb zu bauen.

Das Zukunftskonzept 2035 der Kliniken Ostalb steht für die Aufstellung der stationären und sektorenübergreifenden Versorgung: Qualitativ hochwertig, wirtschaftlich stabil und strukturell zukunftsfähig. Der Neubau in Essingen wird künftig als leistungsstarker Regionalversorger die zentrale Rolle übernehmen und die bestehenden Standorte in ein abgestimmtes Gesamtkonzept einbinden.

Als Planungsgröße gesetzt wurden unter anderem 628 Planbetten, 66 Tagesklinikplätze, moderne Zentral-OP-Strukturen für stationäre und ambulante Operationen, Intensiv- und Intermediate-Care-Bereiche, eine leistungsfähige Notaufnahme sowie flexible Pflege- und Funktionsbereiche. Der Neubau soll perspektivisch rund 2.500 Mitarbeitenden einen modernen Arbeitsplatz bieten.

Ein weiterer bedeutender Schritt erfolgte am 10. Februar 2026: Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat den Neubau in Essingen in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2026 aufgenommen. Damit ist das Projekt grundsätzlich als förderfähig anerkannt. Die abschließende Kabinettsentscheidung sowie die konkreten Förderquoten stehen noch aus. Die Aufnahme in das Landesprogramm unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.
Mit der heutigen Empfehlung des Betriebsausschusses entsteht aus dem strategischen Zukunftskonzept Schritt für Schritt das Herzstück für die Ostalb: Der zukünftige Regionalversorger in Essingen. Der Kreistag wird in seiner nächsten Sitzung über die Vergaben entscheiden und damit den nächsten Meilenstein auf dem Weg zum Regionalversorger Essingen setzen.

dischGemeinsame Pressemitteilung des Landratsamts Ostalbkreis und der Kliniken Ostalb: Der Betriebsausschuss Klinikimmobilien empfiehlt die Vergabe der Objektplanung und der Projektsteuerung für den Regionalversorger in Essingen - Greifbarer Planungsstart für

Lageplan Regionalversorger Essingen ©Kliniken Ostalb
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Stuttgarter Straße 41
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Telefon 07361 503-1312
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