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Pressemitteilung

Nr. 72 vom 17.02.2026

Eiche bleibt Königin der 31. Stamm- und Wertholzsubmission

Eine etwas kleinere Angebotsmenge, aber ein deutlich gestiegener Durchschnittspreis zeichneten die diesjährige Stamm- und Wertholzsubmission Bopfingen aus. Landrat Dr. Joachim Bläse konnte am vergangenen Sonntag (15.02.2026) auf dem Submissionsplatz bei Lauchheim die Bilanz bekanntgeben. So wurden diesmal 1.296 Stämme mit insgesamt 2.205 Festmeter, verteilt auf 28 Baumarten, angeboten. Erlöst wurden rund 1,24 Millionen Euro, der Durchschnittspreis betrug 577 Euro je Festmeter, was einer Steigerung von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Bläse betonte die erneut starke Beteiligung des Privatwaldes. So entstammten 45 Prozent der angebotenen Hölzer von Kleinprivatwaldbesitzern. Allein im Ostalbkreis gebe es davon über 12.000, und für diese sei die Submission ein unverzichtbarer Handelsplatz. "Gemeinsam mit Kommunal-, Staats- und Großprivatwald entsteht so ein schlagkräftiger Verbund, der die Wirtschaftskraft des Waldes in unserer Region widerspiegelt. Die edle Stammware, die hier verkauft und europaweit geschätzt wird, stammt aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern im Radius von 100 Kilometern. 56 Kaufinteressenten aus Deutschland und Nachbarländern haben geboten“, so der Landrat.

Die Eiche blieb die Königin der Submission. Mit einer Menge von rund 1.300 Festmetern, also mehr als die Hälfte der Angebotsmenge, erzielten Eichenstämme einen Durchschnittspreis von 777 Euro je Festmeter. Das entspricht einer Preissteigerung von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Esche zeigte anhaltende Stärke. Die angebotenen 336 Festmeter wurden allesamt zum Durchschnittspreis von 330 Euro je Festmeter verkauft – ein Plus von 13 Prozent. Rothölzer wechselten mit leichtem Preisverlust zum Vorjahr den Eigentümer: Douglasie erzielte mit 196 Euro je Festmeter fünf Prozent weniger als noch 2025. Lärche wurde für 300 Euro je Festmeter verkauft, was einem Minus von vier Prozent entspricht. Am schlechtesten verkaufte sich Kiefer – von 66 angebotenen Festmetern fanden nur 28 einen Käufer zum Durchschnittspreis von 127 Euro je Festmeter.

Zwei Gewinner, aber nur eine Braut hatte der Ostalb-Landrat schließlich noch zu verkünden. Traditionell ist die Braut der Stamm mit dem höchsten Einzelgebot. Der höchste Festmeterpreis, also die diesjährige Braut, ging an eine makellose Eiche aus den Bayerischen Staatsforsten Kaisheim mit 2. 679 Euro je Festmeter und einem Gesamterlös von 7. 314 Euro.
Den höchsten Einzelerlös erzielte ebenfalls eine Eiche – diesmal aus dem fürstlichen Haus Oettingen-Spielberg – mit beeindruckenden 8. 367 Euro.

Bläse dankte dem Organisatoren-Team und allen Mitwirkenden der Bopfinger Submission, einem Gemeinschaftsprojekt der Unteren Forstbehörde des Ostalbkreises und ForstBW Forstbezirk Östliche Alb, für ihr Engagement. Tage anhaltenden Schneefalls hatten es den Veranstaltern in diesem Jahr nicht leicht gemacht. Das ForstBW-Team musste immer wieder mit Blasgeräten, Besen und Schneeschaufeln anrücken, um die edlen Stämme von Schnee und Eis zu befreien. Dank ihres Einsatzes konnten die Hölzer in gewohnt professionellem Zustand präsentiert und von der Kundschaft fachgerecht bewertet werden.

Eine große Zahl an Besucherinnen und Besucher nutzte beim anschließenden Schausonntag die Gelegenheit und ließ sich vom Forstpersonal über den Platz führen, wo über das beeindruckende Rundholz-Arrangement informiert wurde.

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Präsentieren die Braut der Submission: (V. l.) Brautvater Leo Huber (Bayerische Staatsforsten Kaisheim), Wolfgang Müller (Büroleiter der Forst-Außenstelle Bopfingen des Landratsamts), Josef Neher (Forstwirtschaftsmeister ForstBW), Hans-Martin Lechler (Revierleiter ForstBW), Landrat Dr. Joachim Bläse, Ines Schnell (Stv. Forstbezirksleiterin Östliche Alb ForstBW), Christina Schwarz (Leiterin der Forst-Außenstelle Bopfingen des Landratsamts) und Helmut Stanzel (HVG - Holzvermarktungsgemeinschaft Schwäbisch-Fränkischer Wald / Ostalb)
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Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
Susanne Dietterle

Stuttgarter Straße 41
73430 Aalen

Telefon 07361 503-1312
Telefax 07361 50358-1312