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Pressemitteilung

Nr. 50 vom 05.02.2026

Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamts Ostalbkreis und der Kliniken Ostalb: Kliniken Ostalb halten Kurs in der Transformation - Fokus liegt auf Stabilisierung und Qualität in öffentlicher Trägerschaft

Die Kliniken Ostalb befinden sich mitten in der Umsetzung ihres vom Kreistag beschlossenen Zukunftskonzepts 2035. Ziel ist es, die Krankenhausversorgung im Ostalbkreis langfristig in öffentlicher Trägerschaft, in hoher Qualität und wirtschaftlich tragfähig zu sichern. Seit dem Beschluss im Jahr 2024 wurden die Maßnahmen konsequent umgesetzt.

Mit der bevorstehenden Verlagerung der Urologie von Ellwangen nach Mutlangen sowie der Konzentration des OP-Betriebs in Aalen und Mutlangen wird bis Ende März 2026 der Großteil der für die Übergangsphase bis zum Neubau des Regionalversorgers in Essingen geplanten strukturellen Veränderungen abgeschlossen sein, deutlich früher als ursprünglich vorgesehen. Die Kliniken sind damit in der Transformation auf Kurs und weit fortgeschritten in der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen, deren positive Effekte zunehmend spürbar werden.

Kern des Zukunftskonzepts ist die Konzentration und Spezialisierung medizinischer Leistungen im Verbund der Standorte und dem Neubau eines zentralen Regionalversorgers in Essingen. Die Konzentration von Leistungen ist eine medizinisch, organisatorisch und personell notwendige Antwort auf die anhaltend extremen Herausforderungen im Krankenhauswesen, insbesondere Fachkräftemangel, steigende gesetzliche Anforderungen, wirtschaftlicher Druck und bundesweit rückläufige stationäre Fallzahlen in den Kliniken.

Die Zusammenlegung von Leistungen ist notwendig, um die Krankenhausversorgung im Ostalbkreis dauerhaft zu sichern. Sie ermöglicht es, medizinische Expertise zu bündeln, Personal verlässlich einzusetzen und Abläufe zu stabilisieren und damit Qualität, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig zu verbessern. Ohne diese Konzentration könnten bestimmte Leistungen künftig weder in der erforderlichen Qualität erbracht, noch unter den geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen angeboten werden.

"Konzentration bedeutet nicht weniger, sondern mit Blick auf die Zukunft bessere und verlässlichere Versorgung. Indem wir medizinische Kompetenz bündeln, schaffen wir stabile patientenzentrierte Abläufe und zukunftsfähige Strukturen im gesamten Verbund. Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren dafür bereits wichtige Grundlagen gelegt", sagt Christoph Rieß, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Ostalb.

Zu den wesentlichen bereits umgesetzten oder aktuell laufenden Maßnahmen gehören unter anderem der Bereich der Urologie, der unter der Leitung des neuen Chefarztes Dr. René Ritter von Ellwangen nach Mutlangen umzieht und ab April mit seinem Team am Stauferklinikum in Mutlangen für die Patienten da sein wird. Darüber hinaus werden die OP-Betriebe in Aalen und in Mutlangen konzentriert und der stationäre OP-Betrieb in Ellwangen zum 31. März eingestellt. In diesem Zug entstehen medizinische Schwerpunktbereiche. In Mutlangen werden die Onkologie und die Endoprothetik konzentriert. Aalen wird zum Herz- und Kopfzentrum und zur ersten Anlaufstelle für die Traumatologie. Standortübergreifend werden im gesamten Klinikverbund alle klinischen und administrativen Prozesse überprüft und Doppelstrukturen weiter konsequent zusammengeführt.

Ein zentraler Bestandteil der Umsetzung des Zukunftskonzepts ist auch die gezielte Weiterentwicklung der St. Anna-Virngrund-Klinik. Ellwangen wird zu einem sektorenüber-greifenden Gesundheitsversorger ausgebaut, der stationäre und ambulante Angebote sinnvoll miteinander verbindet. Ziel ist es, die Versorgung vor Ort zu stärken und Ellwangen dauerhaft als wichtigen Baustein im Klinikverbund zu sichern.

Aktuell bietet die St. Anna-Virngrund-Klinik unter anderem eine allgemeine Innere Medizin einschließlich ambulanter onkologischer Angebote, eine voll- und teilstationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie, stationäre Schmerztherapie, Radiologieleistungen, Sprechstunden sowie ambulante fachärztliche Leistungen an. Die Notfallversorgung wird durch eine internistische Notaufnahme rund um die Uhr sowie eine geplante unfallchirurgische Ambulanz im Tagesbetrieb mit werktäglicher D-Arzt Struktur gesichert.

Als weitere zusätzliche Angebote sind Sprechstunden in Endoprothetik und Unfallchirurgie, der Aufbau einer IMC-Struktur zur intensivmedizinischen Überwachung sowie ein ambulantes OP-Zentrum durch einen externen Anbieter geplant. Ergänzt werden sollen diese Angebote durch Leistungen wie Kurzzeitpflege, weitere ambulante Strukturen durch Arztpraxen und andere Gesundheitsanbieter, Reha-Angebote sowie der Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ellwangen bleibt damit ein wichtiger Baustein in der regionalen Gesundheitsversorgung der Kliniken Ostalb.

Die Konzentration medizinischer Leistungen hat zwangsläufig Auswirkungen auf Organisation und Personal an den Standorten. Diese Veränderungen sind Teil einer verantwortungsvollen Umsetzung des Zukunftskonzepts und notwendig, um die Ziele zu erreichen. Die Kliniken Ostalb gestalten diesen Prozess möglichst sozialverträglich. Wo immer möglich, werden betroffenen Mitarbeitenden andere Perspektiven bei den Kliniken Ostalb angeboten.

"Mir ist bewusst, dass diese Veränderungen für die betroffenen Mitarbeitenden sehr belastend sind. Diese Veränderungen sind jedoch unvermeidbar, um die Krankenhausversorgung angesichts der großen Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen. Wir bewegen uns weiter in einem sehr dynamischen Umfeld und müssen bereit sein, auch schwierige Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Ich bin dankbar, dass der Kreistag mit seinem Beschluss 2024 die Strategie zur Transformation für die Kliniken Ostalb wegweisend richtig aufgestellt hat. Nach intensiven Monaten geht es jetzt darum, das Erreichte zu stabilisieren, aufmerksam zu beobachten und gegebenenfalls weiterzuentwickeln", betont Vorstandsvorsitzender Christoph Rieß. "Deshalb ist es in der aktuellen Phase für uns wichtig, den strategischen Kurs zu halten, damit die umgesetzten Maßnahmen auch ihre Wirkung entfalten können. So schaffen wir für unsere Mitarbeitenden verlässliche Strukturen und für unsere Patientinnen und Patienten eine exzellente medizinische und pflegerische Versorgung."

Die nächsten Monate stehen bei den Kliniken Ostalb im Zeichen der weiteren Umsetzung des Zukunftskonzepts 2035. Im Fokus stehen dabei die Unterstützung der Mitarbeitenden in den laufenden Veränderungsprozessen, die weiterhin konsequente Umsetzung der beschlossenen Strukturentscheidungen sowie die weiteren Planungen für den Neubau des zentralen Regionalversorgers in Essingen.

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Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamts Ostalbkreis und der Kliniken Ostalb: Kliniken Ostalb halten Kurs in der Transformation - Fokus liegt auf Stabilisierung und Qualität in öffentlicher Trägerschaft
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