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Pressemitteilung

Nr. 33 vom 27.01.2026

Ostalbkreis drängt auf vollständige Finanzierung des Halbstundentakts auf der Remsbahn durch das Land

Landrat Dr. Joachim Bläse hat sich schriftlich an Landesverkehrsminister Winfried Hermann gewandt und fordert das Land auf, den Kostenbeitrag des Ostalbkreises für den Halbstundentakt auf der Remsbahn zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen zu übernehmen.

Seit Juni 2019 investiert der Ostalbkreis jährlich rund ein Drittel der jährlichen Betriebskosten für zusätzliche Fahrten des Metropolexpress MEX – in Summe inzwischen rund 360.000 Euro, damit auf der Remsbahn ein ergänzender Halbstundentakt zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen verkehrt. Ziel ist eine flexiblere und verbesserte Verkehrsanbindung des Kreises an die Region Stuttgart. Mittlerweile werden die in einer gemeinsamen Vereinbarung für eine vollständige Kostenübernahme des Landes festgelegten Fahrgastzahlen längst erreicht. Deshalb hatte der Landkreis beim Land den Verzicht des Kostenbeitrags beantragt, was von dort allerdings mit Verweis auf fehlende Regionalisierungsmittel abgelehnt worden war.

Vergangene Woche wurde nun bekannt, dass das Land einen dreistelligen Millionenbetrag zur Finanzierung kommunaler Nebenbahnen aus Regionalisierungsmitteln mobilisiert – davon 15 Millionen Euro sogar rückwirkend für 2025.

„Es ist zwar erfreulich, dass das Land den durchgängigen Halbstundentakt des Metropolexpress auf der Remsbahn als festen Bestandteil des SPNV-Angebots anerkennt und angesichts der gestiegenen Fahrgastzahlen auch vollumfänglich vom Landesstandard gedeckt sieht. Vor diesem Hintergrund wäre aber eine vollumfängliche Finanzierung der Verkehrsleistung durch das Land angezeigt“, so der Landrat. Aus Sicht des Ostalbkreises sei es in der Öffentlichkeit und im Kreistag nicht länger vermittelbar, dass das Land einerseits die Finanzierung von Verkehren auf Nebenbahnen mit den knappen Regionalisierungsmitteln unter Verweis auf das SPNV-Zielkonzept des Landes großzügig ausweitet, andererseits bei einer zentralen Achse des Schienenpersonennahverkehrs im Land – nämlich der Remsbahn – weiterhin auf einen erheblichen Kostenbeitrag des Ostalbkreises zur Erbringung des Verkehrsangebots entsprechend des Landesstandards bestehe, so Bläse.

"Die Kreishaushalte sind angesichts zahlreicher neuer Pflichtaufgaben bereits stark belastet. Eine dauerhafte Ausfallbürgschaft der Landkreise für Landesaufgaben widerspricht dem Konnexitätsprinzip und stellt auch den Ostalbkreis vor kaum zu bewältigende finanzielle Herausforderungen. Zudem lässt der vom Land dargestellte Zeitraum zur Fortführung einer kommunalen Mitfinanzierung des Halbstundentakts auf der Remsbahn ´bis auf Weiteres´ jede Perspektive zur Entlastung des Ostalbkreises vermissen", argumentiert Landrat Dr. Bläse gegenüber Verkehrsminister Hermann weiter.

Das Argument fehlender Regionalisierungsmittel für eine vollumfängliche Finanzierung des SPNV auf der Remsbahn aus Landesmitteln sei spätestens mit der Ausweitung der Landesfinanzierung von Nebenbahnen aus Regionalisierungsmitteln hinfällig. "Wir fordern das Land daher auf, die vollständige Finanzierung des bestehenden Fahrplanangebots mit dem durchgehenden Halbstundentakt auf der Remsbahn zu übernehmen bzw. einen klaren, nachvollziehbaren Weg zu diesem Ziel hin zu skizzieren und mit uns darüber ins Gespräch zu gehen."

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