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Pressemitteilung

Nr. 459 vom 22.10.2026

Kunst am Bau im neuen Innovationsbau feierlich eingeweiht

Farbige Bahnen, die sich kreuzen, berühren und weiterziehen: Mit einem Festakt wurde am Mittwoch, 14. Oktober 2026, in der Creative Hall Assisted Living (CHAL) in der Oberbettringer Straße 200 in Schwäbisch Gmünd das Kunstwerk "Crossing Paths" der Aalener Künstlerin Jessica Rühmann eingeweiht.

Die Begrüßung übernahm Landrat Dr. Joachim Bläse als Vorsitzender der Infrastrukturgesellschaft des Ostalbkreises (IGO). Diese hatte den Kunst-am-Bau-Wettbewerb im Rahmen der Zertifizierung für Nachhaltiges Bauen Ende 2025 ausgelobt. Der Landrat hieß den Rektor der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, anwesende Ehrengäste und Aufsichtsräte der IGO, den Architekten Volker Gunst, Vertreter der Pädagogischen Hochschule sowie des Landratsamts Ostalbkreis und die Jury des Kunstwettbewerbs herzlich willkommen. "Öffentliche Bauten prägen unsere Städte und wer diese mit Kunst versieht, bekennt sich zu Kreativität, freiheitlichem Denken und kultureller Vielfalt", so Landrat Dr. Bläse. Gerade dort, wo geforscht, gelehrt und gegründet werde, sei das nicht nur eine Pflichtaufgabe, sondern eine Haltung. Zugleich sei Kunst am Bau angewandte Künstlerförderung: Sie bringe Kunst dorthin, wo Menschen sich begegnen, und mache kulturelle Teilhabe selbstverständlich. Aus 14 Bewerbungen hatte die Jury in einem zweiphasigen Verfahren vier Entwürfe ausgewählt – die Entscheidung für "Crossing Paths" der Aalener Künstlerin Jessica Rühmann fiel am Ende einstimmig.

Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov betonte, wie gut der neue Innovationsbau bereits angenommen werde: Das Haus sei längst gelebter Treffpunkt für Studierende, Lehrende und Beschäftigte. Besonders beeindruckend sei, dass das Werk schon von außen wirkt und die Besucherinnen und Besucher ins Innere weiterführt – ein durchgehender Weg, der das Gebäude verbindet und das Miteinander in der CHAL von Hochschule, Start-ups, Wissenschaft und Wirtschaft sichtbar macht.

Im Anschluss führte die Künstlerin durch ihr Werk. Jessica Rühmann führte dazu aus, wie sie die Örtlichkeit zuvor genau analysiert hat: Wegführungen, Blickachsen, Lichtsituationen und die Nutzung der einzelnen Bereiche – alles sei in die Gestaltung miteingeflossen. Daraus entstand der Grundgedanke, dass sich die Wege der Menschen in diesem Haus treffen, berühren und kreuzen – und dabei Kommunikation, Wachstum und Synergien entstehen. Auch die Farben sind bewusst gesetzt: Grüntöne stehen im Erdgeschoss für Wachstum, warme Rosé- und Magentatöne im ersten Obergeschoss für Austausch, Blau- und Lilatöne im zweiten Obergeschoss für Entwicklung. Orange, Gelb und Violettblau ziehen sich als verbindende Akzente durch alle Ebenen. Umgesetzt ist die Installation in lasergeschnittenem, pulverbeschichtetem Aluminium, das mit leichtem Wandabstand montiert und jederzeit wieder abnehmbar ist.

Der abschließende Dank von Landrat Dr. Bläse galt der Jury, der Infrastrukturgesellschaft des Ostalbkreises, der Pädagogischen Hochschule und dem Amt für Vermögen und Bau, das die Umsetzung der Maßnahme unterstützt hatte. Vor allem dankte er aber auch der Künstlerin für ihre Vision und ihr Engagement. Mit "Crossing Paths" erhält der Innovationsbau einen dauerhaften, inspirierenden Akzent – und die Kunstlandschaft im Ostalbkreis ein weiteres Highlight.