Pressemitteilung
Nr. 453 vom 20.10.2026
Wenn alles sich in Rauch auflöst – die Sehn(sucht) nach … Substanzkonsum als Lösungsversuch
Die Koordinationsstelle Prävention und der Kommunale Suchtbeauftragte der Kreisverwaltung laden am 18. November 2026 von 8:30 bis 16:00 Uhr zum Präventionsfachtag ins Aalener Landratsamt ein. Angesprochen sind Fachkräfte der Schulsozialarbeit, der offenen Jugendarbeit sowie Eltern. Die Veranstaltung möchte Fachkräften und Eltern weitere Perspektiven öffnen, Austausch ermöglichen und Gelegenheit geben, gemeinsam nach Wegen zu suchen, auch dann, wenn Konsum schon zum Lösungsversuch geworden ist.
Was suchen Jugendliche, wenn sie rauchen, vapen oder andere Substanzen konsumieren? Anerkennung, Zugehörigkeit, Entlastung, Mut oder einen Moment der Ruhe?
Die Pubertät ist geprägt von Veränderung, Identitätssuche und dem Wunsch dazuzugehören. Konsum kann dabei unterschiedliche Funktionen erfüllen. Er kann Zugehörigkeit ausdrücken, der Abgrenzung dienen oder ein Versuch sein, mit Stress, Unsicherheit und persönlichen Herausforderungen umzugehen.
Daher wollen Dr. Ingrid Schröder, Koordinationsstelle Prävention, und Tobias Braun, Kommunaler Suchtbeauftragte,) als Organisatoren bei diesem Fachtag den Blick auf die Lebenswelt Jugendlicher richten. Was verändert sich in dieser Lebensphase und wie können wir sie besser verstehen und begleiten? Was bedeutet Konsum für Jugendliche? Welche Auswirkungen haben Nikotin und andere Substanzen auf Körper, Gehirn und Psyche? Warum ist dazugehören so wichtig und welche Rolle spielt Substanzkonsum dabei? Und zum Schluss, wie beeinflussen TikTok, Instagram und Co Einstellungen, Trends und Konsumverhalten von Jugendlichen?
In kurzweiligen Vorträgen geben Katrin Boger, Dipl. Pädagogin und Kinder- und Jugendpsychotherapeutin in Aalen, Dr. med. dent. Claudia Bauer-Kemény, Leitung Akademie für Prävention, Thoraxklinik Heidelberg gGmbH - Universitätsklinikum Heidelberg, sowie Stefanie Fächner, Kreismedienzentrum Ostalbkreis, Impulse aus entwicklungspsychologischer, medizinisch-psychologischer und medienpädagogischer Betrachtungsweise.
In anschließenden Workshops, welche von Fachkräften der Suchtberatungsstellen, Jugendhilfe, Kreismedienzentrum geleitet werden, erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen und Anregungen für das eigene Handeln mit zu nehmen.
Eine Anmeldung zum Fachtag ist bis zum 06.11.2026 über eveeno.com/246808941, sowie über das Sekretariat der Stabsstelle Beratung, Planung, Prävention, Tel. 07361 503-1471, möglich. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.