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Pressemitteilung

Nr. 419 vom 28.09.2026

Mein Wald ist Zukunft - Auftaktveranstaltung zur gemeinschaftlichen Waldbewirtschaftung für Privatwaldbesitzende im Raum Weiler i. d. B.

Viele Waldbesitzende stehen heute vor großen Herausforderungen bei der Waldbewirtschaftung. Waldbesitzende in Weiler i. d. B. möchten nun mit der Initiative "Mein Wald ist Zukunft" neue Wege gehen. Die Auftaktveranstaltung zu dieser Initiative findet am
6. Oktober 2026 um 18:30 Uhr in der Bernhardushalle Weiler i.d.B. statt. Alle interessierten Privatwaldbesitzende aus dem Projektgebiet sind eingeladen, eine Anmeldung unter www.meinwaldistzukunft.de ist erforderlich.

10.000 Waldbesitzende gibt es im Ostalbkreis, im Durchschnitt ist eine Privatwaldparzelle etwa nur halb so groß wie ein Fußballfeld. Diese sehr kleinen Waldflächen erschweren die Bewirtschaftung und machen die Pflege teuer. Hinzu kommt, dass viele der Waldbesitzenden heute nicht mehr über die notwendigen Maschinen, das forstliche Fachwissen oder schlicht die nötige Zeit verfügen. Gleichzeitig stellen Klimawandel, Trockenheit, Stürme und Schädlinge immer höhere Anforderungen an eine fachgerechte und vorausschauende Waldbewirtschaftung.

Die Initiative "Mein Wald ist Zukunft" setzt auf gemeinschaftliche Waldbewirtschaftung, um den Privatwald zukunftsfähig zu machen. Eine Projektgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Forstbetriebsgemeinschaft Hornberg, der Forstverwaltung des Ostalbkreises, der Holzvermarktungsgemeinschaft (HVG) sowie der Firma Unique land use GmbH hat das dazugehörige Konzept erarbeitet, gefördert vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg.

Die Idee ist, dass Waldbesitzende sich freiwillig zusammenschließen und die Bewirtschaftung ihrer Waldflächen bündeln. Maßnahmen können dadurch gemeinsam geplant und wirtschaftlich umgesetzt werden. So entstehen größere, sinnvoll abgegrenzte Bewirtschaftungseinheiten – auch dort, wo einzelne Grundstücke für sich allein kaum noch wirtschaftlich oder fachgerecht bewirtschaftet werden können. Das Eigentum an den Flächen bleibt dabei vollständig erhalten. Die Zusammenarbeit erfolgt auf vertraglicher Grundlage; die Organisation und Koordination übernimmt ein von den Waldbesitzenden getragener Verein.

Die Vorbereitungen für die Vereinsgründung laufen. Waldbesitzende können Mitglied werden und ihre Waldflächen einbringen. Das Projektgebiet umfasst die Gewanne Bargauer Horn, Bernhardus, Emersberg und Burghalde auf der Gemarkung Weiler i. d. B.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung werden Mitglieder der Projektgruppe das Konzept vorstellen. Bei einer Podiumsdiskussion zwischen Fachleuten werden die relevanten Punkte beleuchtet. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Erfahrungen und Ideen einzubringen.