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Pressemitteilung

Nr. 402 vom 14.09.2026

Gelbe Bänder-Aktion startet wieder - Ostalb-Landrat und Heubacher Bürgermeister kennzeichnen erste Obstbäume

Zum gemeinsamen Startschuss der Aktion Gelbe Bänder trafen sich Landrat Dr. Joachim Bläse und Heubachs Bürgermeister Dr. Joy Alemazung am 11. September in einer Streuobstwiese am Ende der Scheuelbergstraße. Die kreisweite Aktion findet in diesem Jahre bereits zum sechsten Mal statt mit dem Ziel, die Wertschätzung und die Nutzung von heimischem Streuobst zu fördern.

"Es ist erfreulich, dass trotz der langen Hitze- und Trockenphase noch Obst an einigen Bäumen hängt“, so Landrat Dr. Bläse. Bürgermeister Dr. Alemazung ergänzte: "Besonders Birnbäume bringen dieses Jahr einen recht guten Ertrag."

Beide betonen, dass lokale Obst- und Gartenbauvereine und ausgebildete Fachwartinnen und Fachwarte einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen im Ostalbkreis leisten. "Ohne diese ehrenamtlich engagierten Kräfte wären Pflege und Erhalt vieler Flächen gar nicht mehr zu stemmen", erinnerte der Landrat. Udo Wahl, Vorsitzender des OGV Heubach und der Baumwartvereinigung Schwäbisch Gmünd, ergänzte, wie wichtig es sei, Obstbäume durch fachgerechten Schnitt zu erziehen und vital zu halten. In den Fachwartkursen der beiden Obst- und Gartenbauberater des Landratsamts Ostalbkreis würden die entsprechenden Fachkenntnisse vermittelt. Franz-Josef Klement im Raum Schwäbisch Gmünd und Christiane Karger im Altkreis Aalen bieten auf Wunsch auch gerne spezielle Schnittkurse für die Gemeindebeschäftigten an.

Aufgrund der extremen Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten ist extrem viel Obst schon vor der Ernte abgefallen. Umso wichtiger, das wenige Obst zu sammeln und zu verwerten. Um dies zu fördern, stellt das Landratsamt wieder allen interessierten Städten und Gemeinden gelbe Papierbänder zur Verfügung, die sich nach ein bis zwei Jahren rückstandsfrei auflösen. Diese werden an gemeindeeigenen Streuobstbäumen befestigt. Das Obst dieser Bäume darf von allen Interessierten geerntet werden. Die Kommunen geben die Bänder gerne auch an Privatleute weiter, die ihre Bäume markieren und damit zur freien Pflücke zur Verfügung stellen möchten.

Dr. Bläse betonte, dass es für den guten Geschmack wichtig ist, die Früchte erst dann zu ernten, wenn sie auch wirklich reif sind. Nur so könne man den vollkommenen Geschmack genießen. Viele spätere Sorten entwickeln ihr typisches Aroma sogar erst nach entsprechender Lagerung. Bürgermeister Dr. Alemazung wies darauf hin, die Bäume bei der Ernte nicht mutwillig zu beschädigen und auf die eigene Sicherheit zu achten. Bläse, Alemazung und Wahl freuen sich darauf, dass die wertvollen und gesunden Früchte intensiv gesammelt und verarbeitet werden.

27 Städte und Gemeinden im Ostalbkreis sind bei der diesjährigen Aktion mit dabei.
Über das jeweilige Procedere informieren die beteiligten Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger selbst. Farbige Tafeln informieren an einigen Obstflächen zusätzlich über die Möglichkeit zur Nutzung.

Das sind die beteiligten Städte und Gemeinden:

Altkreis Aalen:
Aalen, Abtsgmünd, Adelmannsfelden, Bopfingen, Ellenberg, Ellwangen, Jagstzell, Hüttlingen, Lauchheim, Neuler, Neresheim, Oberkochen, Rainau, Stödtlen, Westhausen, Wört

Raum Schwäbisch Gmünd:
Böbingen, Durlangen, Gschwend, Heubach, Iggingen, Lorch, Mutlangen, Ruppertshofen, Schwäbisch Gmünd, Spraitbach, Täferrot

Einige Gemeinden (Tannhausen, Rosenberg und Unterschneidheim) fördern die Obstnutzung durch eigene Maßnahmen, wie etwa Sprühfarbe, Kennzeichnung über GIS- Portal oder Versteigerungen. In Kirchheim werden die Früchte von der örtlichen Mosterei gesammelt und verwertet.