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Pressemitteilung

Nr. 357 vom 04.09.2025

Landrat Dr. Bläse und Bürgermeisterin Sabine Heidrich geben in Neuler den Startschuss für die diesjährige Aktion "Gelbe Bänder"

In Neuler informierten Landrat Dr. Joachim Bläse und Bürgermeisterin Sabine Heidrich heute (03.09.2025) über das kreisweite Projekt "Gelbe Bänder". Damit fördert der Ostalbkreis bereits zum fünften Mal die Wertschätzung und Nutzung vom heimischen Streuobst.

"Es ist eine Freude zu sehen, wie viel Obst dieses Jahr an den meisten Bäumen hängt. Eine ideale Grundlage für köstlichen Saft, Apfelringe oder Destillate", so Landrat Dr. Bläse. Bürgermeisterin Heidrich ergänzte: "Man sieht deutlich, welchen Unterschied ein regelmäßiger Schnitt ausmacht: Korrekt geschnittene Obstbäume sind trotz großer Fruchtlast stabil. Bei den anderen hängen die Äste herunter und brechen oft ab."

Beide betonten, dass lokale Obst- und Gartenbauvereine und ausgebildete Fachwartinnen und Fachwarte einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen im Ostalbkreis leisten. "Ohne das motivierte ehrenamtliche Engagement von Vielen sähen unsere Flächen hier viel schlechter aus", resümierte der Landrat. Christine Winter, die Vorsitzende des OGV Neuler ergänzte, wie wichtig es sei, schon in Kindergärten und Grundschulen mit spannenden Aktionen früh Interesse und Begeisterung für die Zusammenhänge in der Natur zu wecken. "Auch hierbei leisten unsere Vereine großartige Arbeit."

Dieses Jahr hängen viele Bäume extrem voll und deshalb ist es umso wichtiger, möglichst viel Obst zu nutzen. Um dies zu fördern, stellt das Landratsamt wieder allen interessierten Städten und Gemeinden gelbe Papierbänder zur Verfügung, die sich nach ein bis zwei Jahren rückstandsfrei auflösen. Die Bänder werden an gemeindeeigenen Streuobstbäumen befestigt. Das Obst dieser Bäume darf von allen Interessierten geerntet werden. Die Kommunen geben die Bänder gerne auch an Privatleute weiter, die ihre Bäume markieren und damit zur freien Pflücke zur Verfügung stellen möchten.

Für den guten Geschmack ist es wichtig, die Früchte erst dann zu ernten, wenn sie auch wirklich reif sind. Nur so kann man den vollkommenen Geschmack genießen. Viele spätere Sorten entwickeln ihr typisches Aroma sogar erst nach entsprechender Lagerung. Bürgermeisterin Heidrich wies darauf hin, dass Sicherheit bei der Ernte immer vorgehe und waghalsige Klettermanöver unbedingt vermieden werden müssen.

Landrat Dr. Bläse, Bürgermeisterin Heidrich Und Christine Winter hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Aktion nutzen, Erntekörbe füllen und das Obst zu leckeren Produkten verarbeiten.

INFO:
Die Aktion Gelbe Bänder gibt es seit 2021 kreisweit. 2021 starteten 19 Kommunen, 2022 waren es 22, 2025 nehmen 28 Kommunen teil.

Die Gelben Bänder werden auf Rollen mit einer Lauflänge von jeweils 75 Metern an die Kommunen verteilt. Dieses Jahr werden 40 Rollen ausgegeben. Pro Baum wird etwa ein Meter Band zur Markierung benötigt. In einigen Gemeinden werden Bänder auch an Privatleute abgegeben, die ihre Bäume damit kennzeichnen, wenn sie selbst das Obst nicht nutzen.

Einzelheiten zur Aktion können bei den jeweiligen Bürgermeisterämtern erfragt werden. Farbige Tafeln informieren an einigen Obstflächen zusätzlich über die richtige Vorgehensweise.

Diese Kommunen nehmen teil:
Altkreis Aalen: Aalen, Abtsgmünd, Adelmannsfelden, Bopfingen, Ellenberg, Ellwangen, Jagstzell, Hüttlingen, Lauchheim, Neuler, Neresheim, Oberkochen, Stödtlen, Westhausen, Wört

Altkreis Schwäbisch Gmünd: Böbingen, Durlangen, Gschwend, Heubach, Iggingen, Lorch, Mutlangen, Ruppertshofen, Schechingen, Schwäbisch Gmünd, Spraitbach, Täferrot, Waldstetten

Einige Gemeinden wie Tannhausen, Rosenberg und Unterschneidheim fördern die Obstnutzung durch eigene Maßnahmen, wie z.B. Sprühfarbe, Kennzeichnung über GIS- Portal oder Versteigerung. In Rainau und Kirchheim werden die Früchte von den örtlichen Schulen und der örtlichen Mosterei gesammelt und verwertet.