Nr. 320 vom 23.07.2026
Weitere Förderung durch das Land: Digitalisierungszentrum digiZ Ostwürttemberg erhält von Wirtschaftsministerin Förderbescheid von 500.000 Euro bis März 2028
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und technologische Innovationen gehören zu den entscheidenden Zukunftsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Seit dem Jahr 2018 unterstützt das digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg Unternehmen dabei, neue Technologien kennenzulernen, anzuwenden und konkrete Innovationsvorhaben voranzutreiben. Für diese erfolgreiche Arbeit, die den Aufbau eines vitalen Netzwerks beinhaltet, erhält das digiZ nun eine weitere Förderung des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 500.000 Euro. Der Förderzeitraum reicht von April 2026 bis März 2028.
Das digiZ Ostwürttemberg ist heute weit mehr als ein klassisches Digitalisierungszentrum. Gemeinsam mit der KI-Werkstatt Mittelstand an der Hochschule Aalen, dem Community Management der KI-Allianz Baden-Württemberg sowie zahlreichen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung ist in den vergangenen Jahren ein leistungsfähiges regionales Zentrum rund um die Themen Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Technologietransfer entstanden. Durch die enge Verzahnung dieser weiteren Angebote mit denen des digiZ profitieren Unternehmen von praxisnaher Unterstützung, einem breiten Expertennetzwerk sowie direkten Zugängen zu aktuellen Technologien und Anwendungsfällen. Die neue Förderperiode soll dazu beitragen, diese Strukturen weiter auszubauen, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu intensivieren und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Zukunftstechnologien zu erleichtern.
Bei einer Veranstaltung am 23. Juli 2026 in Stuttgart überreichte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg, den Förderbescheid an die Vertreter des digiZ. An der Übergabe nahmen Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, Landrat Peter Polta (Landkreis Heidenheim) sowie Landrat Dr. Joachim Bläse (Ostalbkreis) teil.
"In den vergangenen Jahren konnten durch die zwölf Digital Hubs im Land rund 1.400 Digitalisierungsprojekte initiiert werden. Dadurch leisten die Einrichtungen wie das Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg einen entscheidenden Beitrag, die Digitalisierung in die Fläche des Landes zu bringen. Für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft unserer baden-württembergischen Unternehmen ist das von großer Bedeutung", sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, anlässlich der Bescheidübergabe in Stuttgart.
Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, sieht in der Förderzusage ein starkes Signal für die Region: "Die Zusage der Fördermittel ist ein Signal für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Ostwürttemberg. Das digiZ hat sich als verlässlicher Partner für Unternehmen etabliert und trägt dazu bei, digitale Kompetenzen in der Region auszubauen. Besonders stolz sind wir auf das breite Netzwerk aus Unternehmen, Wissenschaft und Forschung, das in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Die zusätzliche Förderung ermöglicht es uns, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und neue Impulse für die wirtschaftliche Transformation zu setzen."
Dabei baut das digiZ auf ein starkes und kontinuierlich wachsendes Netzwerk aus regionalen und überregionalen Partnern. Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbände und öffentliche Institutionen bringen ihre Kompetenzen ein und schaffen gemeinsam ein Umfeld, in dem Innovationen entstehen und umgesetzt werden können. Dieses Netzwerk ermöglicht wertvolle Kooperationen, fördert den Austausch von Wissen und Erfahrungen und stärkt die Innovationskraft des Wirtschaftsstandorts Ostwürttemberg nachhaltig.
Landkreise stehen hinter dem Digitalisierungszentrum
Landrat Peter Polta (Landkreis Heidenheim) betont: "Als Teil des Innovationsökosystems KI- und Digitalwirtschaft bündelt das digiZ Ressourcen und Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Das gut etablierte Netzwerk soll in der nächsten Förderperiode weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, den Wissensaustausch zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Gründenden zu optimieren und die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Region Ostwürttemberg nachhaltig zu steigern. Ein Schwerpunkt wird die Weiterentwicklung der Demonstrationswelten an den digiZ-Standorten Heidenheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd sein. Durch diese lebendigen und praxisnahen Einrichtungen in der Region wird KI und Digitalisierung erlebbar und nachvollziehbar. Ich danke dem Land Baden-Württemberg für die Fortsetzung der Förderung dieses wichtigen Vorhabens."
Und Landrat Dr. Joachim Bläse (Ostalbkreis) ergänzt: "Mit dem digiZ Ostwürttemberg, der KI-Werkstatt Mittelstand an der Hochschule Aalen und dem Community Management der KI-Allianz Baden-Württemberg können wir den Unternehmen und Handwerksbetrieben in der Region ein qualitativ hochwertiges und sich ergänzendes Angebot rund um die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz machen – ein Themenfeld, das in seinen Entwicklungsmöglichkeiten noch enormes Potenzial bieten wird. Die erneute Förderung durch das Land zeigt die Bedeutung einer kontinuierlichen Unterstützung und die Möglichkeit zur Vernetzung gerade für kleine und mittlere Unternehmen. So entstehen Impulse für neue Prozesse und Geschäftsfelder, die unseren Wirtschaftsstandort und in erster Linie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken."
Drei Standorte – eine Mission
Als gemeinsame Einrichtung der IHK Ostwürttemberg sowie der Landkreise Heidenheim und Ostalbkreis verbindet das digiZ die Stärken von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Mit seinen Standorten in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd ist das Zentrum in der gesamten Region präsent und bietet Unternehmen direkten Zugang zu aktuellen Technologien und Zukunftsthemen.
Eine besondere Rolle spielt dabei der Standort Aalen. Im Digital Innovation Space (DIS) auf dem Campus der Hochschule Aalen verfügt das digiZ seit Mitte 2025 über einen modernen Leuchtturmstandort für digitale Innovationen in Ostwürttemberg. Der Digital Innovation Space bietet einen repräsentativen Rahmen, in dem neue Technologien demonstriert, innovative Ideen entwickelt und gemeinsame Projekte mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups umgesetzt werden können. Damit schafft das digiZ hervorragende Voraussetzungen, um Zukunftstechnologien sichtbar zu machen und deren Anwendung in der Praxis voranzubringen.
digiZ bietet vielfältiges Angebot
Die inhaltlichen Schwerpunkte des digiZ liegen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, digitale 3D-Technologien, Industrie 4.0, Robotik sowie weiteren Schlüsseltechnologien für die digitale Transformation. Mit Demonstrationswelten, Workshops, Fachveranstaltungen und individuellen Unterstützungsangeboten trägt das digiZ dazu bei, digitale Kompetenzen in der Region auszubauen und Unternehmen auf ihrem Transformationsweg zu begleiten.
Mit der neuen Förderung wird das digiZ seinen erfolgreichen Weg zielgerichtet fortsetzen und auch künftig als zentrale Plattform für Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Innovationsförderung in Ostwürttemberg wirken. Ziel bleibt es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Partner zusammenzubringen, neue Technologien erlebbar zu machen und die Innovations- sowie Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig zu stärken.