Logo Ostalbkreis
Leichte Sprache – zur Erklärung in Leichter Sprache Gebärdensprache – Erklärung
Suche

Pressemitteilung

Nr. 235 vom 05.06.2026

Die Kreisforstverwaltung Ostalbkreis fordert Waldbesitzende zur Überwachung und Bekämpfung von Nadelholz-Borkenkäfern in den Wäldern auf

In den letzten Wochen nimmt die Zahl der Borkenkäfer im Wald wieder deutlich zu. Waldbesitzerinnen und -besitzer sind daher aufgefordert, wöchentlich ihre Fichtenbestände und lagerndes Holz auf frischen Befall hin zu kontrollieren.

Erkennbar wird der Befall an folgenden Symptomen:

  • Braunes Bohrmehl auf Rindenschuppen im Stammfußbereich oder auf liegenden Stämmen

  • Einbohrlöcher in der Rinde (1 - 3 mm Durchmesser)

  • Harztrichter um Einbohrlöcher

  • Harztröpfchen und Harzfluss am Stamm, vor allem am Kronenansatz

  • Abblättern der Rinde oder Spechtschläge

  • Abwerfen grüner Nadeln bei Fichten

  • Kronenverfärbungen (rot) bei Tanne

Nadelholzborkenkäfer müssen von den jeweiligen Eigentümern, Nutzungsberechtigten oder durch Dritte unverzüglich und wirksam, sachkundig und nach dem Stand der Technik bekämpft werden.

Zu den geeigneten Maßnahmen gehören:

  • Sofortiger Einschlag befallener Bäume

  • Zügiger Abtransport der Stämme ins Sägewerk vor dem Ausflug der Käfer. Alternativ: Zwischenlagerung der Stämme außerhalb Waldes (Mindestabstand zum nächsten befallsgefährdeten Bestand: 500 Meter)

  • Entrindung der Stämme vor Ort, wenn nur Larven oder Puppen (weißes Stadium) vorhanden sind

  • Entrindung der Stämme und die Entseuchung der Rinde durch Abtransport, Häckseln, Verbrennen, Verbringen in Plastiksäcke oder Kompostieren, wenn bereits entwickelte Käfer vorhanden sind

  • Entfernen von bruttauglichem Reisig, Gipfeln aus dem Wald oder vollständiges Häckseln vor Ort

  • Behandlung befallener Stämme auf dem Polter mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel als letztes Mittel. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln darf nur nach guter fachlicher Praxis und durch sachkundige Anwender durchgeführt werden. Behandelte Holzpolter sind mit Sprühfarbe zu Kennzeichen, z.B. mit dem Datum der Behandlung und dem verwendeten Pflanzenschutzmittel.


"Bitte weisen Sie auch Waldnachbarn auf Befall hin. Gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung hilft allen, größere Schäden zu vermeiden!", so Forstdezernent Jens-Olaf Weiher.

Für Rückfragen und fachliche Beratung stehen die zuständigen Revierleiter der Unteren Forstbehörde des Landratsamts Ostalbkreis zur Verfügung. Kontaktdaten und weitere Informationen finden Sie unter ostalbkreis.de/wald

Mehr zu diesem Thema

Borkenkäfer