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Pressemitteilung

Nr. 213 vom 19.05.2026

Stromausfall – im Ernstfall richtig vorbereitet handeln

Ein Stromausfall kann jederzeit und an vielen Orten auftreten, auch in unserer Region. Dabei wird zwischen einem lokalen Stromausfall und einem sogenannten Blackout unterschieden. Ein lokaler Stromausfall trat beispielsweise am 29. April 2026 in Teilen von Schwäbisch Gmünd und Mutlangen auf, von dem mehrere Haushalte kurzfristig betroffen waren. Dank des schnellen Einsatzes der zuständigen Techniker konnte die Stromversorgung nach etwa einer halben Stunde wieder vollständig hergestellt werden.

Ein Blackout hingegen beschreibt einen großflächigen und länger andauernden Stromausfall, der viele Menschen betrifft und weitreichende Folgen haben kann. Ein Beispiel ist der großflächige Stromausfall in Berlin im Januar 2026, bei dem durch einen gezielten Angriff auf eine Stromleitung über 45.000 Haushalte über mehrere Tage ohne Stromversorgung waren. Auch Verkehr, Kommunikation und Einrichtungen waren stark beeinträchtigt.

Je nach Ausmaß eines Stromausfalls können auch Mobilfunknetze, Internetverbindungen und digitale Kommunikationswege zeitweise eingeschränkt sein. Diese Ereignisse zeigen, wie wichtig es ist, auf unterschiedliche Ausprägungen von Stromausfällen vorbereitet zu sein.
Das Resilienzzentrum Ostalbkreis empfiehlt daher folgende Maßnahmen zur Vorbereitung und zum richtigen Verhalten während eines Stromausfalls.

Vorbereitung auf einen Stromausfall
Eine gute Vorbereitung hilft, im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehört ein ausreichender Notvorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser. Ebenso sollten Taschenlampen, kurbel- und batteriebetriebene Radios sowie geladene Powerbanks vorhanden sein.
Zusätzlich empfiehlt es sich, etwas Bargeld zu Hause bereitzuhalten, da elektronische Zahlungsmittel ausfallen können.

Ebenfalls sollten die Bedürfnisse unterschiedlicher Personengruppen berücksichtigt werden.
Bei älteren Menschen sollten beispielsweise benötigte Medikamente, Gehhilfen oder medizinische Geräte eingeplant werden. Für Kinder kann es hilfreich sein, altersgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten bereitzuhalten, um die Situation besser zu bewältigen.
Auch für Haustiere sollten ausreichend Futter, Trinkwasser und gegebenenfalls notwendige Medikamente bevorratet werden.

Verhalten während eines Stromausfalls
Wenn der Strom ausfällt, sollte zunächst geprüft werden, ob es sich um einen lokalen Ausfall handelt, beispielsweise durch eine ausgelöste Sicherung. Darüber hinaus kann das Ausmaß des Stromausfalls eingeschätzt werden, indem beobachtet wird, ob nur die eigene Wohnung, die Straße oder möglicherweise die gesamte Umgebung betroffen ist. Informationen können zum Beispiel über batteriebetriebene oder Kurbelradios eingeholt werden. Elektronische Geräte sollten sparsam genutzt werden, um Akkus zu schonen. Nicht benötigte Geräte sollten vom Strom getrennt werden, um mögliche Schäden beim Wiederanlauf des Stromnetzes zu vermeiden.

Für ausreichend Orientierung sollte eine Lichtquelle genutzt werden. Hierbei sind Taschenlampen die sicherste Wahl, alternativ kann auch die Taschenlampe des Smartphones genutzt werden. Kerzen sind nur mit besonderer Vorsicht einzusetzen, da Brandgefahr besteht. Bei einem Heizungsausfall sollten Räume möglichst geschlossen gehalten werden, um Wärmeverlust zu vermeiden, und auf warme Kleidung sowie Decken zurückgegriffen werden. Im Straßenverkehr ist besondere Vorsicht geboten, da Ampeln ausfallen können und dadurch ein erhöhtes Unfallrisiko besteht. Zudem empfiehlt es sich, Nachbarn, insbesondere ältere oder hilfsbedürftige Menschen, im Blick zu behalten und bei Bedarf Unterstützung anzubieten.

Verhalten nach einem Stromausfall
Nach der Wiederherstellung der Stromversorgung sollten elektrische Geräte nicht alle gleichzeitig eingeschaltet werden, um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden. Vor der erneuten Nutzung sollten wichtige Elektrogeräte auf mögliche Schäden oder Störungen überprüft werden. Darüber hinaus sollte der Haushalt schrittweise in den Normalbetrieb zurückgeführt werden. Kühl- und Gefriergeräte sollten kontrolliert und verdorbene Lebensmittel entsorgt werden, falls die Kühlkette unterbrochen wurde. Hier ist es auch empfehlenswert, die eigene Vorsorge zu überprüfen und verbrauchte Vorräte, Batterien oder Medikamente wieder aufzufüllen, um auch künftig gut vorbereitet zu sein.

Ebenso kann es hilfreich sein, Kontakt zu Angehörigen, Nachbarn oder hilfsbedürftigen Personen aufzunehmen, um sicherzustellen, dass diese die Situation gut überstanden haben oder noch Unterstützung benötigen.

"Mit einer guten Vorbereitung lässt sich die Zeit eines Stromausfalls sicherer, ruhiger und geordneter überbrücken, denn nicht der Ausfall entscheidet über die Folgen einer Krise, sondern wie vorbereitet wir ihr begegnen", so das Resilienzzentrum Ostalbkreis.

Weitere Informationen unter https://www.resilienzzentrum-ostalbkreis.de/warnung-und-vorsorge/stromausfall/ sowie im Newsletter zum Thema Stromausfall https://www.resilienzzentrum-ostalbkreis.de/infothek/newsletter/newsletter-ausgabe-3/

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