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Pressemitteilung

Nr. 74 vom 18.02.2026

Ostalbkreis, Kliniken Ostalb und SRH Gesundheit wollen zur Stärkung der neurologischen Versorgung am Standort Ellwangen kooperieren

Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamts Ostalbkreis, der Kliniken Ostalb und der SRH Gesundheit GmbH:

Nachdem die SRH Gesundheit GmbH im September 2025 ihr Interesse an einer Beteiligung an der St. Anna-Virngrund-Klinik in Ellwangen bekundet hatte, haben der Ostalbkreis, die Kliniken Ostalb und die SRH Gesundheit in den vergangenen Monaten intensive Gespräche und fachliche Prüfungen geführt. Ziel war es, tragfähige Modelle für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Standorts Ellwangen zu bewerten und dabei sowohl die medizinische Qualität als auch die wirtschaftliche Nachhaltigkeit für die SRH im Einklang mit dem beschlossenen Medizin- und Übergangskonzept der Kliniken Ostalb sicherzustellen. Auf dieser Grundlage hat die SRH Gesundheit ein Angebot zum Betrieb einer neurologischen Rehabilitation der Phasen C und D am Standort Ellwangen vorgelegt.

Der Verwaltungsrat hat am 9. Februar 2026 der Aufnahme konkreter Vertragsverhandlungen zugestimmt. Gegenstand dieser Verhandlungen ist die partnerschaftliche Umsetzung einer neurologischen Rehabilitation im Rahmen eines Mietmodells. Bei der neurologischen Rehabilitation der Phasen C und D handelt es sich um ein spezialisiertes Angebot für Patientinnen und Patienten, die nach einer abgeschlossenen Akutbehandlung – beispielsweise nach einem Schlaganfall (Phase A) – medizinisch stabil sind und im Rahmen einer intensivtherapeutischen Rehabilitation ihre Selbstständigkeit und Alltagsfähigkeit weiterentwickeln. Damit wird die Versorgungskette für neurologische Patientinnen und Patienten im Ostalbkreis gezielt erweitert und geschlossen.

Parallel dazu bauen die Kliniken Ostalb ihr Neurozentrum am Standort Aalen weiter aus. Unter der Leitung der neurologischen Chefärztin Dr. Susanne Müller sowie des Chefarztes der Radiologie, Dr. med. Christian Capatana, werden moderne diagnostische und therapeutische Verfahren, darunter Lysetherapie und Thrombektomie weiter aus- und aufgebaut. Die Versorgung erfolgt in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit unter Einbindung der Kardiologie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie sowie der Stroke Unit am Standort Mutlangen.

Nach der Akutbehandlung in den Kliniken Ostalb und der anschließenden neurologischen Rehabilitation der Phase B am SRH Fachkrankenhaus Neresheim bietet die Rehabilitation der Phasen C und D in Ellwangen künftig eine nahtlose Anschlussversorgung. Die geplante Kooperation stellt für den Ostalbkreis und den Standort Ellwangen eine gezielte Erweiterung des medizinischen Leistungsportfolios im Rahmen des beschlossenen Medizinkonzepts dar. Sie stärkt die Versorgung der gesamten Region und ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem sektorenübergreifenden Versorgungsstandort in Ellwangen. Im Rahmen der geplanten Kooperation sollen dann die neurologischen Rehabilitationsphasen B, C und D durch die SRH Gesundheit betrieben werden.

Die durch die Verlagerung stationärer Abteilungen frei werdenden Räumlichkeiten am Standort Ellwangen sollen eine sinnvolle Nachnutzung erfahren. Das Zielbild für den sektorenübergreifenden Versorger in Ellwangen verbindet stationäre Leistungen der Grundversorgung mit ambulanten ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Angeboten. Vorgesehen sind unter anderem eine allgemeine Innere Medizin, eine Schmerztherapie, die Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie, eine internistische Notaufnahme im 24/7-Betrieb sowie tagsüber eine unfallchirurgische Ambulanz mit Durchgangsarzt. Ergänzend ist die Entwicklung eines ambulanten Operationszentrums durch externe Betreiber vorgesehen.

Mit dieser klar definierten Aufnahme von Vertragsverhandlungen setzen die zukünftigen Kooperationspartner mit der neurologischen Rehabilitation in Ellwangen auf eine verlässliche, qualitativ hochwertige und wirtschaftlich tragfähige Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung im Ostalbkreis.

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