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Pressemitteilung

Nr. 40 vom 30.01.2026

Katastrophenschutz im Ostalbkreis: Große Resonanz auf Informationsabend an der Hochschule Aalen

Wie ist der Ostalbkreis auf Krisen vorbereitet, und was können Bürgerinnen und Bürger selbst zur Resilienz beitragen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer gut besuchten Informationsveranstaltung des Landratsamts Ostalbkreis im Rahmen des Studium Regionale in der Aula der Hochschule Aalen. Der Hörsaal war voll besetzt – ein deutliches Zeichen für das hohe Interesse der Bevölkerung am Thema.

Frank Abele vom Geschäftsbereich Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamts erläuterte stellvertretend für den verhinderten Kreisbrandmeister Andreas Straub eingangs zentrale Begriffe: Was ist eine Katastrophe? Wann spricht man von einem Krisenfall oder einer außergewöhnlichen Einsatzlage? Anschließend stellte er die Strukturen des Katastrophenschutzes im Ostalbkreis vor und erläuterte, wie der Feuerwehrführungsstab und der Verwaltungsstab des Landratsamts im Ereignisfall zusammenarbeiten, wie die Zuständigkeiten geregelt sind und Abläufe ineinandergreifen.

Als untere Katastrophenschutzbehörde ist das Landratsamt für die vorsorgliche Planung der Katastrophenbekämpfung sowie die Durchführung von entsprechenden Übungen zuständig. Eine solche hatte mit dem Führungsstab im Oktober letzten Jahres stattgefunden. Geübt wurde mit Fachberatern und Netze ODR, Szenario war ein flächendeckender Stromausfall im westlichen Ostalbkreis. Im Katastrophenfall selbst leitet und koordiniert das Landratsamt die Katastrophenbekämpfung mit seinem Verwaltungsstab. Die einsatztaktischen Maßnahmen werden von der technischen Einsatzleitung des Landkreises getroffen, die vorwiegend durch den Feuerwehrführungsstab gebildet wird.

Abele betonte, wie wichtig es sei, die Resilienz, also die Widerstandskraft, in der Bevölkerung gegen Krisen zu stärken. Hierfür wurde deutschlandweit einmalig vor vier Jahren mit Fördermitteln des Bundes das Resilienzzentrum in der Landkreisverwaltung eingerichtet. Seitdem hat das Resilienzzentrum sich fachübergreifend darum kümmert, dass sich der Landkreis mit seinen Menschen und Institutionen besser auf mögliche Krisen vorbereiten kann. Dazu gehören Tipps, wie man sich selbst schützen kann und was man tun kann, um zum Beispiel die Folgen eines Hochwassers zu vermindern oder gar zu vermeiden. Oder, wie man sich am besten selbst helfen kann, wenn der Strom länger ausfällt. Auch über gesundheitliche Themen wie Schutz vor Pandemien oder Hilfeleistungen bei medizinischen Notfällen wird mit digitalen Informationsangeboten oder Veranstaltungen vor Ort informiert.

Anhand der Hochwasserlage im Ostalbkreis im Juni 2024 und der Corona-Pandemie zeigte Frank Abele dann anschaulich, wie die Theorie in der Praxis umgesetzt wird: vom Handeln der Bevölkerung über die Koordination in den Kommunen und im Landkreis bis hin zur Zusammenarbeit mit Land und Bund. Darüber hinaus informierte er über die verschiedenen Bevölkerungswarnsysteme wie etwa Warn-Apps, Cell Broadcast oder auch Sirenen.

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte, fachlich fundierte Diskussion mit den Gästen. Viele Fragen bezogen sich auf Schutzräume, die Verteilung von Jodtabletten, den Hochwasserschutz sowie allgemeine Aspekte des Katastrophenschutzes im Ostalbkreis.

INFO:
Die Landkreisverwaltung stellt auf ihrer Website ein Infoblatt "VERHALTEN IN KRISENSITUATIONEN" zur Verfügung. Die Hinweise geben einen Überblick zur Vorsorge und Selbsthilfe in Katastrophenlagen: Wie können Sie sich auf Krisensituationen wie Unwetter, Hochwasser oder Stromausfall vorbereiten? Wie werden Sie bei Gefahr gewarnt? Wie können Sie sich informieren? Wie können Sie sich selbst und anderen helfen? https://www.ostalbkreis.de/sixcms/media.php/26/Flyer-Verhalten-Krisensituationen-OAK_bf.pdf

Warn-Apps und Informationen zur Eigenvorsorge: resilienzzentrum-ostalbkreis.de, warnung.bund.de, bbk.bund.de, Warn-Apps NINA oder KATWARN (bei Google Play und im App Store verfügbar)

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