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Donnerstag, 26.01.2023, 19:30 Uhr
Themenabend Jüdisches Leben

Veranstaltungsort: Neresheim, Rathaus

Themenabend 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Im Jahr 2005 erklärten die Vereinten Nationen dieses Datum zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts. Am Vorabend lädt die Stadt Neresheim gemeinsam mit der VHS Ostalb zu einem Abend der besonderen Art: Am Donnerstag, 26. Januar findet um 19.30 Uhr im Rathaus-Foyer ein Themenabend statt. Den musikalischen Teil richtet das Künstlerpaar Rebecca Rust und Friedrich Edelmann aus, für besondere historische Schlaglichter sorgt der Historiker Dr. Holger Fedyna, dazu umrahmt eine Ausstellung der Universität Mainz den Abend im festlichen Foyer des Neresheimer Rathauses. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Konzert
Im Programm sind sowohl sehnsüchtige als auch ausgelassen-fröhliche Melodien zu hören. Die sanglichen, angenehm warmen, beseelten und aufblühenden Klänge der meisterhaft gespielten Instrumente Violoncello und Fagott machen das Konzert zu einem eindrücklichen Erlebnis. In der informativen Moderation erfahren die Zuhörer interessante Hintergründe zu jüdischer Musik und jüdischen Komponisten. So werden bewegende Künstlerschicksale geschildert und geschichtliche Zusammenhänge beleuchtet.

Künstler
Friedrich Edelmann (Fagott) begann seine berufliche Laufbahn im Pfalztheater Kaiserslautern, bevor er eine Karriere als Solo-Fagottist der Münchner Philharmoniker absolvierte. Dort spielte er gemeinsam mit seiner Frau Rebecca Rust (Violoncello) unter namhaften Dirigenten, und gemeinsam bauten sie ihr kammermusikalisches Lebenswerk auf. So zählen zum vielseitigen künstlerischen Schaffen des Musikerpaares auch preisgekrönte Filmprojekte mit dokumentarischem Charakter.

Vorträge
Ins Abendprogramm werden mehrere kurze Vorträge des Historikers Dr. Holger Fedyna eingestreut. Er ist seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlicher Archivar der Stadt Neresheim, ebenso lang leitet er das Härtsfeldmuseum. Er ist unter anderem Autor und Mitherausgeber namhafter wissenschaftlicher Arbeiten und führt seit vielen Jahren die Neresheimer Stadtchronik.

Ausstellung
Mit dem Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321 wurde es Juden erlaubt, auf dem Gebiet des römischen Reichs in den Stadtrat berufen zu werden. Dieses Dekret ist die älteste erhaltene Urkunde, welche die Existenz von Juden nördlich der Alpen belegt. Wie vielfältig jüdisches Leben in Süddeutschland im Laufe der Geschichte war und heute wieder ist, vermittelt die Ausstellung "1700 Jahre jüdisches Leben". Ergänzt wird die Ausstellung durch Filmdokumentationen und Zeitzeugeninterviews.
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