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Sonntag, 05.06.2022, 14:30 Uhr bis 06.11.2022
Sonderausstellung mit Bildern von Peter Jakob Schober

Veranstaltungsort: Gschwend, Heimatmuseum

"Virtuose der Landschaft, Poet der Farbe, Meister seines Handwerks, Hofmaler der Prominenz". Das sind nur einige der Titel, die Schober im Laufe seiner Karriere erhielt. Peter Jakob Schober – Geboren wurde Schober 1897 als das jüngste von elf Kindern in Gschwend, er besuchte das Lehrerseminar in Backnang, anschließend war er als Referendar an verschiedenen Grundschulen tätig. Von 1916 bis 1918 nahm er am ersten Weltkrieg teil und wurde an der Westfront schwer verwundet. Von 1919 bis 1922 war er Zeichen- und Turnlehrer in Calw, anschließend absolvierte er bis 1929 ein Kunststudium an der Stuttgarter Akademie, u. a. bei Christian Landenberger, Heinrich Altherr und Alexander Eckener mit dem Schwerpunkt Malerei, Komposition und Radierung.
Während des Studiums hatte Schober erste Ausstellungsbeteiligungen bei der Stuttgarter Sezession. 1929 bis 1932 weilte er in Paris, wo er mit dem Impressionismus und Cézanne in Berührung kam. 1931 kam er zurück nach Stuttgart, wo er seine Frau Berta heiratete. 1932 erhielt er einen Lehrauftrag für Radierungen an der Stuttgarter Akademie, ab 1937 war er freischaffender Künstler. Schober leistete ab 1939 seinen Kriegsdienst mit Fritz Nuss, als Berichterstatter im Östlichen Kampfgebiet. 1943 nahm er an der Wiener Ausstellung "Junge Kunst im Deutschen Reich" teil, im selben Jahr wurde sein Atelier in Stuttgart mit fast den gesamten Werken durch Kriegseinwirkungen zerstört. Die Familie siedelte danach ins ländliche Billensbach um, hier wohnten bereits Alfred Lörcher und im benachbarten Etzlenswenden wohnte auch der Freund Rudolf Yelin. Schober selbst geriet gegen Ende des Krieges in Kriegsgefangenschaft, wo er in einem Lager in Colmar Otto Dix kennenlernte. Schober kehrte 1946 aus der Gefangenschaft zurück und plante ein Atelierhaus in Billensbach, dass die Familie 1949 bezog.
Ab 1937 freischaffend tätig, wurde er vor allem in den 1950er Jahren durch seine Kunst am Bau bekannt. Er entwarf und schuf zahlreiche Fresken, Sgraffiti, Glasfenster und Mosaiken. Schober war von 1954 bis 1968 Vorsitzender der Stuttgarter Sezession. Außerdem war er ab 1950 Mitglied im Künstlerbund Heilbronn, zu dessen Ehrenmitglied er 1972 ernannt wurde. Er erhielt 1967 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und wurde 1973 zum Professor ernannt. Er verstarb 1983 bei einem Urlaub in Bad Bleiberg (Kärnten).
Der Heimat- u. Geschichtsverein als Betreiber des Museum Gschwend hat eine Sammlung von Bildern aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers Schober aufgebaut. Die Ausstellung zeigt die künstlerische Entwicklung des jungen Schobers zum etablierten Kunstmaler. Neben bekannten Ölgemälden werden auch Zeichnungen, Tempera, Aquarelle, Radierungen, Lithographien und Buchillustrationen präsentiert. Ausstellungsdauer 5. Juni bis einschließlich 6. November 2022.
Das Museum Gschwend befindet sich im Ortsteil Horlachen und hat jeden 1. Sontag von 14:00 - 17:00 Uhr geöffnet. Das Museums Café lädt zu Kaffee und Kuchen ein und freut sich auf Ihren Besuch. Es wird am 5. Juni 2022 um 14:30 Uhr eine Einführung zur Sonderausstellung geben. Sonderführungen sind nach Absprache möglich. Anfragen richten Sie bitte an das Museum Gschwend.

 www.gschwend.de/de/freizeit-tourismus/museum-gschwend
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