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Pressemitteilung

Nr. 3 vom 03.01.2022

Forstarbeiten zur Verkehrssicherung am Bärenhaldeweg in Heubach - Vollsperrung des Traufweges ab 10. Januar

Die Forst-Außenstelle Schwäbisch Gmünd des Landratsamts Ostalbkreis teilt mit, dass ab dem 10. Januar 2022 entlang des Bärenhaldeweges in Heubach vom Ortsende in Richtung Schützenhaus bzw. weiter in Richtung Lautern Holzfällarbeiten stattfinden. Je nach Witterung wird der beliebte Wanderweg am Nordrand des Rosensteins für etwa zwei Wochen voll gesperrt werden. Im Umfeld der Maßnahme ist mit Behinderungen durch Maschinen und mit verschmutzten Wegen zu rechnen.

Die Hieb-Maßnahme dient in erster Linie der Erhaltung der Verkehrssicherheit und kommt so dem hohen Erholungswert des Rosenstein-Massivs zugute. Auslöser ist das sogenannte Eschensterben, von dem in den vergangenen Jahren schon etliche Eschen im Stadtwald Heubach betroffen waren. Forstrevierleiter Jörg Hirsch hat deutliche Schäden im Kronenbereich der Eschen entlang des Bärenhaldeweges festgestellt. Dürre Äste, die aus der Krone herabbrechen, stellen für sich schon eine Gefahr dar. Das Problem ist allerdings noch deutlich größer, denn die Bäume können selbst bei gesundem Aussehen plötzlich und unvermittelt umkippen. Grund dafür ist, dass beim Eschensterben nicht nur die Kronenbereiche geschädigt werden, sondern auch die Wurzeln, die dem Baum Halt geben.

Während einzelne absterbende Eschen im Waldesinneren in der Regel kein Problem darstellen, bleibt Waldbesitzenden und Forstleuten bei Bäumen in der Nähe einer Straße oder eines stark frequentierten Wanderweges meist kein Spielraum. "Die Esche, die im gesamten Stattwald mit einem Anteil von 11 Prozent der Baumarten vertreten ist, tritt hier am Nordrand des Rosensteins geballt auf. Dort, wo entlang des Weges ausschließlich geschädigte Eschen stehen, sind wir gezwungen, einen relativ starken Hieb zu führen", so Förster Jörg Hirsch. Damit wird der Traufweg über weite Bereiche geöffnet werden und das Waldbild sich dementsprechend verändern. "Positiver Nebeneffekt ist, dass dadurch immer wieder Aussichtspunkte entstehen und dass von dem verstärkten Lichteinfall im Waldrandbereich viele Insektenarten profitieren werden."

Die Sperrung ist durch Absperrbänder und Hinweisschilder deutlich gemacht und gilt für jede Art der Wegenutzung. "Wir erleben immer wieder, dass Fußgänger oder Radfahrer die Sperrungen ignorieren und sich selbst in erhebliche Gefahren bringen. Wo tonnenschwere Bäume gefällt und bewegt werden, dürfen Wege und Waldbestände nicht betreten werden", mahnt Forstrevierleiter Jörg Hirsch und bittet angesichts dieser Gefahrenlage eindringlich, die Sperren zu beachten.

Die Forst-Außenstelle Schwäbisch Gmünd und die Stadt Heubach bitten alle Waldbesucher, auf die nicht gesperrten Wege auszuweichen und danken für das Verständnis.


Eschentriebsterben - Hintergrund:
Das Eschensterben ist ein europaweites Problem. Einmal infiziert, sind die betroffenen Bäume meist nicht mehr zu retten und sollten entfernt werden, wenn sie an einem Weg oder Gebäude stehen. Das Eschentriebsterben ist eine Infektionskrankheit, die von einem Schlauchpilz verursacht wird, der aus Ostasien nach Europa eingeschleppt worden ist. Der deutsche Name dieses Schlauchpilzes ist "Falsches Weißes Stengelbecherchen".

Folgende Krankheitserscheinungen treten auf: Absterben von Trieben, Zweigen und Ästen, Rindennekrosen (abgegrenzte abgestorbene Bereiche der Rinde), braun-graue Holzverfärbungen, Welken, Absterben und vorzeitiges Abfallen von Blättern.
Vor allem Rindennekrosen am Stammfuß und Wurzelhals bilden die Eintrittspforte für Folgeschädlinge. Holzzerstörende Pilze führen dann zu einem raschen Absterben der Eschen insbesondere entlang von Bächen und in jüngeren Beständen.

Die Wissenschaft geht derzeit davon aus, dass ein geringer Anteil der Eschen gegen die Infektionen resistent ist und überleben wird.

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Die Esche ist eine sehr bereichernde einheimische Baumart. Wenn allerdings durch das Eschensterben geschädigte Bäume unmittelbar entlang von Straßen und stark frequentierten Wanderwegen stehen, können sie sich zu einem schwer kalkulierbarem Risiko entwickeln.
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Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
Susanne Dietterle

Stuttgarter Straße 41
73430 Aalen

Telefon 07361 503-1312
Telefax 07361 50358-1312