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Pressemitteilung

Nr. 456 vom 01.10.2021

Kreisimpfzentrum Ostalbkreis hat geschlossen - Landrat Dr. Bläse zog am Abend des letzten Betriebstags Bilanz und dankte allen Beteiligten

Nach acht Monaten schloss das Kreisimpfzentrum des Ostalbkreises in der Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle diesen Donnerstag (30. September 2021) um 21:00 Uhr seine Tore. Den Betriebsschluss nahm Ostalb-Landrat Dr. Joachim Bläse zum Anlass, vor Ort allen am Betrieb beteiligten Organisationen und Beschäftigten herzlich für den monatelangen Einsatz im Namen des Ostalbkreises und auch persönlich zu danken.

Mehr als 126.000 Spritzen gesetzt
Seit dem Start des Impfzentrums am 22. Januar 2021 bis zum 29. September 2021wurden im Zentrum selbst und bei Vor-Ort-Terminen durch Mobile Impfteams insgesamt 125.922 Impfungen verabreicht. Auch am letzten Tag werde, so Bläse, noch bis 21:00 Uhr geimpft, sodass über 126.000 Impfungen gegen Corona erfolgten. Den weit überwiegenden Teil der Impfdosen machte der Impfstoff von BioNTech mit 46.398 Erst-, 48.128 Zweit- und 1.850 Auffrischungsimpfungen aus. AstraZeneca erhielten 14.755 Impflinge bei der Erst- und 4.881 bei der Zweitimpfung. Nach einer geänderten STIKO-Empfehlung war das Impfschema geändert und als Zweitimpfung entweder BioNTech oder Moderna verimpft worden. Eine Moderna-Impfung erhielten 1.596 Menschen bei der Erst- und 3.086 bei der Zweitimpfung. Bislang wurden mit diesem Impfstoff 23 Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Mit Johnson&Johnson wurden 5.205 Menschen geimpft, hier war nur eine Spritze zur Immunisierung notwendig.

Impfquote des Kreisimpfzentrums landesweit im vorderen Drittel
Der Landrat erinnerte an den herausfordernden Start der Impfkampagne im Ostalbkreis, der trotz seiner erheblichen Ausdehnung nur ein Impfzentrum erhalten hatte. Angesichts des anfänglich nur begrenzt verfügbaren Impfstoffs sei es für die zunächst impfberechtigten über 80-Jährigen schwierig gewesen, einen Impftermin zu buchen. Auch die zu Beginn der Impfkampagne erfolgte Zuteilung der Impfstoffmenge an die Impfzentren ohne Berücksichtigung der Kreisgröße und Bevölkerungszahlen habe zunächst zu einer "Unwucht" im Land geführt. "Wir konnten aber im guten Benehmen mit dem Sozialministerium erreichen, dass das Land nachjustiert", bedankte sich Bläse bei Minister Lucha und den Verantwortlichen im Ministerium. "Inzwischen liegt das Kreisimpfzentrum Ostalbkreis bei den Erstimpfungen auf Rang 15 und bei den Zweitimpfungen auf Platz 19 von insgesamt 52 Zentren."

Bläse erinnerte an den ersten Einsatz der Mobilen Impfteams am 23. Januar 2021 im Alten- und Pflegeheim "Im Sonnengarten" in Tannhausen, dem 330 weitere Einsätze in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Ü70- und Ü80-Aktionen in den Kommunen, Termine bei der Wohnungslosenhilfe, an Schulen, in der Justizvollzugsanstalt sowie Pop-up-Impfungen vor Supermärkten, in Moscheen, bei Sportvereinen und anderen Events folgten. Zuletzt seien die Impfteams des Kreises erneut in Alten- und Pflegeeinrichtungen unterwegs gewesen, um Auffrischungsimpfungen zu setzen.

Großartige Unterstützung durch Ärzteschaften und Hilfsorganisationen sowie Bundeswehr
Dass der Erfolg des Kreisimpfzentrums ohne den Einsatz von niedergelassenen und Klinik-Ärzten sowie medizinischem Fachpersonal der DRK-Kreisverbände Aalen und Schwäbisch Gmünd sowie des Malteser Hilfsdiensts nicht möglich gewesen wäre, betonte Landrat Dr. Bläse besonders. "Unter der ärztlichen Leitung von Peter Schmidt und Hariolf Zawadil haben Sie täglich im Zweischichtbetrieb von 9 bis 21 Uhr für einen reibungslosen Ablauf vor Ort gesorgt und waren oft mit höchster Schlagzahl unterwegs", so Bläse, der als Tag mit den meisten Impfungen den 10. Mai mit 1.182 Impfungen nannte.

Verbunden mit seinem Dank überreichte der Landrat den Vertretern der Hilfsorganisationen stellvertretend für alle Beschäftigten eine Dankesurkunde sowie einen Spendenscheck, der den rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der drei Hilfsorganisationen für jeweils einen gemeinsamen Anschluss zugute kommen wird. Das Geld stammt aus der Spendenaktion über die Plattform "Gut für die Ostalb - Helden für Helden". Den Erlös ihrer Kaffeekasse im Impfzentrum in Höhe von 6.741,79 Euro stellten die Beschäftigten der Hilfsorganisationen wiederum für eine Flutopferfamilie im Ahrtal zur Verfügung.

An Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann gerichtet unterstrich Landrat Dr. Bläse die gute Zusammenarbeit und dankte für die Unterstützung durch die Stadtverwaltung Aalen, die die Ulrich-Pfeifle-Halle in den vergangenen Monaten zur Verfügung gestellt habe. Hier habe nicht nur das Impfzentrum, sondern auch die Kontaktpersonennachverfolgung des Gesundheitsamts untergebracht werden können. "Auch Beschäftigte bei der Landkreisverwaltung selbst haben Anteil am Erfolg des Impfzentrums und waren maßgeblich für die Organisation verantwortlich. Allen voran das Team um Dezernent Thomas Wagenblast mit Julia Holzinger, Frank Abele und Kreisbrandmeister Otto Feil mit den Feuerwehren", sagte Bläse. Er wisse um die riesige Arbeitsbelastung, denn schließlich waren "nebenher" noch die "normalen" Aufgaben zu erledigen.

Anteil an der Bewältigung der Corona-Pandemie geleistet
Für das ärztliche Leitungsteam des Kreisimpfzentrums, Peter Schmidt und Hariolf Zawadil, geht es nun gemeinsam mit den Hilfsorganisationen und dem THW daran, letzten Dokumentationspflichten nachzukommen und den Abbau des Impfzentrums abzuwickeln. "Wir haben alle zusammen einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie geleistet", so Schmidt und Zawadil, die hoffen, dass sich viele der bisher Unentschlossenen noch bei den künftig zuständigen niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten impfen lassen.

Dezernent Thomas Wagenblast erklärte abschließend, dass gleich am 1. Oktober der Rückbau der Infrastruktur in der Halle beginne. Der wenige noch verbliebene Impfstoff werde verpackt und zur weiteren Verwendung an die Mobilen Impfteams des Diak Schwäbisch Hall verschickt. Diese sind ab sofort für Impfaktionen vor Ort im Ostalbkreis zuständig. Aufbauten und Ausstattung würden teilweise für eine künftige Verwendung eingelagert oder gingen zurück ans Land. Wagenblast rechnet mit rund zwei Wochen, dann dürfte die Halle der Stadt Aalen wieder für den Schulsport und andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

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Landrat Dr. Joachim Bläse (links im Vordergrund) dankte am letzten Abend im Aalener Kreisimpfzentrum für die große Gemeinschaftsleistung: (V. l. n. r.) Vertreter des Kreisverbindungskommandos der Bundewehr sowie im KIZ eingesetzte Soldatinnen und Soldaten, Vertreter der DRK-Kreisverbände und des Malteser Hilfsdiensts mit dem Aalener Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann und Dezernent Thomas Wagenblast und (rechts außen) die beiden Ärztlichen Leiter Hariolf Zawadil und Peter Schmidt
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