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Pressemitteilung

Nr. 332 vom 28.07.2021

Arbeitsmarkt-Gespräch im Aalener Kreishaus - Landrat Dr. Bläse lud Akteure der Region zu Rundem Tisch ein

Auf Einladung von Landrat Dr. Joachim Bläse trafen sich kürzlich die wichtigsten Akteure des Arbeitsmarkts in Ostwürttemberg zu einem Gespräch im Aalener Landratsamt. Bläse hatte die Ankündigung mehrerer Betriebsschließungen sowie den geplanten Abbau von Arbeitskräften zum Anlass genommen, um über die aktuelle Arbeitsmarktsituation und die offensichtlichen Vorboten des Strukturwandels vor allem der Automobilbranche und deren Zulieferer zu sprechen. Alleine im Ostalbkreis betrifft dies bis zu 2.500 Beschäftigte bei verschiedenen Unternehmen.

"Um wichtige Handlungsbedarfe für die aktuelle Situation aber auch für die Zukunft zu erkennen, ist eine Erfassung des jetzigen Sachstands sowie der geplanten Aktivitäten der betroffenen Betriebe notwendig", so der Landrat, der sich mit den Spitzen der IHK Ostwürttemberg, Südwestmetall, dem DGB / der IG Metall, der WiRO, der Technischen Akademie und der Agentur für Arbeit zur aktuellen Lage im Ostalbkreis austauschte.

Die wichtigste Frage war zunächst, ob aktuell zusätzliche Maßnahmen oder Projekte seitens des Ostalbkreises angestoßen werden müssen, um die Situation am Arbeitsmarkt zu unterstützen. Alle Akteure meldeten zurück, dass die momentan betroffenen Betriebe über geordnete und strukturierte Prozesse im Hinblick auf den jeweiligen geplanten Stellenabbau verfügen. Es wurden bereits Transfergesellschaften gegründet, Renten- und Sozialpläne erstellt und Qualifizierungs- und Beschäftigungsmodule entwickelt. Fazit: Die bestehenden Instrumente des Arbeitsmarktes sind ausreichend der Arbeitsmarkt ist derzeit insgesamt stabil.

"Diese positive Einschätzung der aktuellen Situation darf aber nicht täuschen, und wir müssen unbedingt den begonnenen Strukturwandel aktiv begleiten - sowohl im Hinblick auf die Betriebe als auch auf die Arbeitskräfte", betont Landrat Dr. Bläse. Der technische Wandel und die Transformation in der Automobilwirtschaft finden unaufhaltsam statt. Nach Einschätzung von IHK und Südwestmetall werden davon rund 250 Betriebe tangiert sein. Die größte Gefahr des Stellenabbaus besteht bei An- und Ungelernten, ist aber auch bei Fachkräften nicht auszuschließen. Beschäftigte in besonders vom Strukturwandel betroffenen Branchen sollten sich daher rechtzeitig für zukunftsfähige Tätigkeiten qualifizieren, so der Rat der Teilnehmenden.

Mittel- bis langfristig bestehen Handlungsbedarfe, nicht nur im Hinblick auf die Transformation im Bereich Automobil, sondern auch bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie beim Klimaschutz.

Mit der bereits begonnenen Initiative "Zukunft Ostwürttemberg" der IHK Ostwürttemberg, der Landkreise Heidenheim und Ostalbkreis sowie der Großen Kreisstädte Aalen, Ellwangen, Giengen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd müssen dringend weitere Perspektiven für Betriebe und bedrohte Arbeitsplätze erarbeitet und passende Maßnahmen entwickelt werden.

"Der Ostalbkreis ist in der aktuellen Situation gut aufgestellt. Wir müssen aber jetzt alle erforderlichen Maßnahmen und Strukturen entwickeln bzw. überprüfen, um für die Zukunft und für den Strukturwandel gut gerüstet zu sein", stellt der Landrat abschließend fest.


INFO:
Am Arbeitsmarkt-Gespräch nahmen teil:
Dr. Joachim Bläse, Landrat
Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Agentur für Arbeit
Markus Killian, Geschäftsführer Südwestmetall - Verband der Metall- und Elektroindustrie Bezirksgruppe Ostwürttemberg
Josef Mischko, DGB / IG Metall
Michael Nanz, Technische Akademie
Nadine Kaiser, WIRO Ostwürttemberg
Markus Schmid, IHK Ostwürttemberg
Julia Urtel, Sozialdezernentin des Ostalbkreises
Andrea Hahn, Wirtschaftsförderung Landratsamt Ostalbkreis
Christine Wible, Jobcenter Ostalbkreis

Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
Susanne Dietterle

Stuttgarter Straße 41
73430 Aalen

Telefon 07361 503-1312
Telefax 07361 50358-1312