Facebook
Youtube
Twitter
Instagram

Pressemitteilung

Nr. 523 vom 18.12.2020

Landrat Dr. Bläse gibt Einblick in das Kreisimpfzentrum (KIZ)

Einen ersten Eindruck von der Ausstattung und den Abläufen im Kreisimpfzentrum (KIZ) des Ostalbkreises gewährte die Landkreisverwaltung am heutigen Freitag (18. Dezember 2020) in der Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle. Landrat Dr. Joachim Bläse und Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler sowie Vertreter des Malteser Hilfsdiensts und der DRK-Kreisverbände Aalen und Schwäbisch Gmünd, der Polizei und der Ärzte überzeugten sich vom Fortschritt der Arbeiten. Entsprechend den Vorgaben des Sozialministeriums Baden-Württemberg wird das KIZ spätestens am 15. Januar 2021 betriebsbereit sein. Ziel des Ostalbkreises ist es jedoch, noch vor Weihnachten die wesentliche Infrastruktur installiert zu haben. Auch mobile Impfteams sind organisiert und stehen bereit, sollten Impfungen noch vor dem Jahreswechsel möglich werden.

In der Halle werden acht sogenannte Impfstraßen, davon eine für Rollstuhlfahrer geeignet, zur Verfügung stehen. Damit können Patienten parallel geimpft werden, ohne dass es zu Kreuzungsverkehren kommt. Erste Station ist die Registrierung. Diese soll nach den Vorstellungen des Landkreises durch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr erfolgen, deren Einsatz sich bereits bei der Kontaktpersonennachverfolgung bewährt hat. Ein entsprechender Hilfeleistungsantrag läuft bereits. Es folgt ein Wartebereich mit Monitoren, auf dem ein mehrminütiges Informationsvideo, das auch mehrsprachig und im Internet verfügbar sein soll, abläuft. Nach dem Impfaufklärungsgespräch mit einem Arzt erfolgt die Impfung, der sich eine Ruhezeit in einem Wartebereich anschließt, da wie nach allen Impfungen noch eine kurze Beobachtung der Patienten erforderlich ist. "Mindestens 60 Patienten je Stunde impfen zu können, ist die angestrebte Zielgröße", erklärt Landrat Dr. Bläse, "sodass wir von 800 bis 1.000 Impfungen am Tag ausgehen können. Wir wollen so schnell wie möglich bereit sein, um loslegen zu können, wenn wir mit Impfstoff beliefert werden!"

Damit in allen KIZ im Land ein einheitliches Procedere bei der Registrierung und Dokumentation erfolgen kann, wird das Land Baden-Württemberg die Hard- und Software für das KIZ in Aalen bereitstellen. "Ungeachtet dessen bereiten wir uns für den Fall vor, dass diese Komponenten uns nicht zur Verfügung stehen könnten, und haben eine eigene Alternative in der Hinterhand", so Bläse, der dem Aalener Oberbürgermeister für das Überlassen der Halle als auch für vielfältige Unterstützung, sei es durch die städtische IuK, das Schul- und Sportamt, das Gebäudemanagement oder den Bauhof, dankte.

"Dass ein halbjähriger Betrieb an sieben Tagen in der Woche von jeweils 7:00 bis 21:00 Uhr nicht ohne Weiteres organisatorisch und personell zu stemmen ist, versteht sich von selbst. Deshalb bin ich den Kreisärzteschaften und der Kassenärztlichen Vereinigung, aber auch unseren Hilfsorganisationen und den Kliniken Ostalb dankbar, dass sie uns unterstützen", betont Bläse. Außerdem haben sich seit dem Aufruf des Landratsamts vor gut einer Woche über 300 Helferinnen und Helfer aus den Bereichen medizinische Fachangestellte, MTAs, PTAs, Notfall- und Rettungssanitäter, Kranken- und Altenpfleger oder Pflegehelfer, Medizinstudenten und Verwaltungskräfte gemeldet. Auch über 30 Ärztinnen und Ärzte haben ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt. "Eine überwältigende Resonanz, die zeigt, wie riesig die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist, vielen Dank! Neben dem Aufbau in der Halle gilt es nun, Anstellungsverträge zu machen, das Personal zu organisieren und Schicht- sowie Vertretungspläne zu erarbeiten, damit das KIZ nachhaltig und verlässlich arbeitsfähig ist", skizziert der Landrat die Herausforderungen und die parallel laufenden Prozesse.

Schließlich gilt es, das KIZ gegen Übergriffe und Einbrüche zu sichern. Die Erfahrungen mit den Abstrichstraßen, die im Frühjahr auf dem Greutplatz eingerichtet waren, haben gezeigt, dass die Liegenschaft während des Betriebs aber auch nachts entsprechend abgesichert sein muss. Dafür steht die Kreisverwaltung in engem Austausch mit der Polizei, der Stadt Aalen und einem Sicherheitsdienst.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir in einem gemeinsamen Kraftakt unser Kreisimpfzentrum bis Mitte nächster Woche im Wesentlichen eingerichtet haben werden. Die Ankündigung von Gesundheitsminister Spahn, dass die europaweite Zulassung des ersten Impfstoffes vielleicht schon am kommenden Montag zu erwarten ist und erste Impfungen in ausgewählten "Zentralen Impfzentren", die das Land betreibt, möglicherweise bereits am 27. Dezember erfolgen können, stimmt mich hoffnungsvoll. Wir werden in Abstimmung mit dem Land alles dafür tun, dass auch unsere Bürgerinnen und Bürger im Ostalbkreis schnellstmöglich mit dem Impfstoff versorgt werden können!", kündigt Landrat Dr. Bläse an. Wer in welcher Reihenfolge und zu welcher Zeit geimpft werde, das legten der Bund und die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut fest, informiert Bläse. Die derzeit bekannte Empfehlung sieht zunächst wegen begrenzter Verfügbarkeit des Impfstoffs zuerst die Impfung von Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioren- und Altenpflegeheimen, Personen im Alter von 80 Jahren oder älter sowie Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen vor.

"Für alle, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und in Pflege- oder Behinderteneinrichtungen leben, stehen drei mobile Impfteams bereit, die nach Raumschaften verteilt vor Ort in die Einrichtungen gehen", kündigt der Kreischef an. "Wenn wir noch in diesem Jahr mit Impfstoff versorgt werden und nach Weihnachten mit dem Impfen beginnen könnten, dann würden wir ebendiese mobilen Impfteams einsetzen. Das Land hat uns eine Handreichung angekündigt, wie die Einrichtungen gegebenenfalls priorisiert werden sollten."

Zum Video "Ablauf im Kreisimpfzentrum Ostalb"


Aktuelles zum Coronavirus

Kreisimpfzentrum KIZ in der Ulrich-Pfeifle-Halle Aalen
11 Bilder

Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
Susanne Dietterle

Stuttgarter Straße 41
73430 Aalen

Telefon 07361 503-1312
Telefax 07361 50358-1312