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Pressemitteilung

Nr. 482 vom 23.11.2020

Ostalbkreis meldet zwei potenzielle Standorte für Kreisimpfzentren (KIZ)

Im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie zeichnet sich momentan ab, dass möglicherweise schon im Dezember erste Impfstoffe zur Verfügung stehen könnten. Das Sozialministerium des Landes plant deshalb mehrere "Zentrale Impfzentren (ZIZ)", die bis 15. Dezember 2020 eingerichtet sein sollen. In den Landkreisen sollen je Kreis ein bis zwei Impfzentren entstehen, die ab 15. Januar 2021 in Betrieb gehen sollen. Als flächenmäßig drittgrößter Landkreis Baden-Württembergs und wegen der damit verbundenen großen Distanzen schlägt der Ostalbkreis dem Sozialministerium zwei Kreisimpfzentren (KIZ) vor, davon eines in Aalen und eines in Schwäbisch Gmünd.

"Entsprechend den Vorgaben des Landes sind Lage und Erreichbarkeit der KIZ maßgebend. Wir haben uns für je ein Angebot in Aalen und in Schwäbisch Gmünd entschieden. Da es aus kommunaler Sicht mit Blick auf den Schulsport schwierig ist, Hallen für mehrere Monate zu blockieren, denken wir in erster Linie an fliegende Bauten. Vorbehaltlich dessen, dass das Sozialministerium diese Variante finanziert, haben wir dem Land diesen Montag temporäre bauliche Lösungen mit fliegenden Bauten auf dem Aalener Greutplatz sowie in Schwäbisch Gmünd auf dem Parkplatz Nepperbergstraße vorgeschlagen", informiert Landrat Dr. Joachim Bläse. "Alternativ haben wir für Aalen die Ulrich-Pfeifle-Halle und für Schwäbisch Gmünd die Schwerzerhalle als potenzielle Standorte für ein KIZ gemeldet. Mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der 42 Städte und Gemeinden habe ich dieses Vorgehen heute in der Online-Bürgermeisterdienstbesprechung abgestimmt. Mein herzlicher Dank geht an die Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Richard Arnold, die ihre Infrastruktur und erforderlichenfalls ihre Hallen zur Verfügung stellen."

Dass Teile der Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle aktuell im Auftrag der Kreisverwaltung von der Bundeswehr für die Kontaktpersonennachverfolgung genutzt werden, steht den Überlegungen für ein KIZ nicht im Wege. Da die Halle bislang als Ärztliches Notfallzentrum vorgehalten wird, falls die Corona-Betten in den Kliniken Ostalb nicht mehr ausreichen sollten, muss hierfür allerdings eine andere Lösung gefunden werden. "Wir haben bereits in Absprache mit der Stadt Ellwangen die Rundsporthalle erkundet und diese als Ersatzliegenschaft für ein Ärztliches Notfallzentrum für geeignet befunden. Ellwangen ist Klinik-Standort, sodass auch dort alle medizinischen Schnittstellen vorhanden wären", erklärt der Landrat.

Das Landesimpfkonzept sieht vor, dass die KIZ bis Ende Juni 2021 in Betrieb bleiben. Bereits im Laufe des zweiten Quartals 2021 sollen die Impfungen möglichst Schritt für Schritt in die Regelversorgung, also an die niedergelassenen Ärzte, übergehen. In jedem der Kreisimpfzentren sollen stündlich rund 60 Impfungen durchgeführt werden können. Für einen effizienten Ablauf müssen deshalb in den fliegenden Bauten oder den Gebäuden sogenannte "Impfstraßen" mit Registrierung, Information, ärztlicher Aufklärung, Impfung, Beobachtung und Dokumentation eingerichtet werden. Organisatorisch angedockt soll es laut Impfstrategie des Landes je KIZ durchschnittlich zwei mobile Impfteams geben, die zur Impfung von immobilen Menschen sowie Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflege- oder Behinderteneinrichtungen vor Ort gedacht sind.

"Die Herausforderung in der Anfangsphase wird sein, die KIZ samt mobile Teams mit ausreichend Personal auszustatten, denn wir müssen parallel unsere bisherigen Strukturen bei der Landkreisverwaltung zur Nachverfolgung der Infektionsketten aufrechterhalten. Auch die Strukturen, in welche die niedergelassenen Ärzte im Rahmen unserer Teststrategie eingebunden sind, müssen zeitgleich weiterbestehen. Insofern werden wir verstärkt die personelle Unterstützung der Hilfsorganisationen, der Freiwilligen Feuerwehren und des THW sowie unserer Kommunen benötigen", skizziert Bläse die organisatorischen Anforderungen.

Über den Landkreistag Baden-Württemberg plädiert der Ostalb-Landrat vor diesem Hintergrund gegenüber dem Land eindringlich dafür, die Frage der Kostenübernahme durch das Land schnellstmöglich zu klären. Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Bundeswehr bei der Kontaktpersonennachverfolgung regt Bläse zudem an, über einen Einsatz der Soldatinnen und Soldaten bei Einrichtung und Betrieb der KIZ nachzudenken.
"Sobald uns eine Rückmeldung aus dem Sozialministerium vorliegt, werden wir schnellstmöglich mit allen Beteiligten Gespräche führen", kündigt Landrat Dr. Bläse an und hofft auf ein kurzfristiges Signal aus Stuttgart.

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Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
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Stuttgarter Straße 41
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Telefax 07361 50358-1312