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Pressemitteilung

Nr. 471 vom 13.11.2020

Angekündigte MAGNA-Schließung in Bopfingen - Landrat und Bürgermeister suchen Gespräch mit Geschäftsleitung und stoßen Strukturprozess an

Vor rund einer Woche hatte der MAGNA-Konzern bekanntgegeben, dass der Standort in Bopfingen Ende 2022 geschlossen wird. Rund 230 Arbeitsplätze gehen damit für die Stadt und den Wirtschaftsraum Bopfingen verloren. Noch vor wenigen Monaten hatte MAGNA in Bopfingen fast 450 Mitarbeiter beschäftigt. Anlässlich dieser Ankündigung haben sich Landrat Dr. Joachim Bläse und Bürgermeister Dr. Gunter Bühler am vergangenen Donnerstag (12. November 2020) in Bopfingen getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

"Bei der Einbringung des Kreishaushalts habe ich bereits deutlich gemacht, dass für mich die Zukunft des Ostalbkreises sehr stark mit unseren 42 Kommunen zusammenhängt. Sie sind die Motoren des Landkreises, dort müssen Arbeitsplätze gesichert und zukunfts- und wettbewerbsfähige Strukturen erhalten oder neu geschaffen werden. Eine nachhaltige Wirtschafts- und Strukturförderung, die eng mit dem Ostalbkreis verzahnt ist, ist mir deshalb äußerst wichtig", betonte der Landrat. "Mit Blick auf die von MAGNA angekündigte Werksschließung gilt es nun für die Stadt Bopfingen und den Ostalbkreis, schnellstmöglich abgestimmt und konzertiert vorzugehen und mit Unterstützung von Winfried Mack das Land einzubeziehen!"

In einem ersten Schritt wollen Landrat Dr. Bläse und Bürgermeister Dr. Bühler auf die MAGNA-Geschäftsführung zugehen und das Gespräch suchen. Ziel ist es, die Perspektiven für etwaige alternative Geschäftsbereiche des Konzerns am Standort Bopfingen auszuloten. Der Kontakt wurde bereits hergestellt. Auch wird Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, die von Winfried Mack über die aktuelle Entwicklung vorab informiert wurde, in die Verhandlungen eingebunden.

"Als strukturschwächster Region des Ostalbkreises werden dem Arbeitsmarkt in Bopfingen innerhalb weniger Monate über 500 Arbeitsplätze verloren gehen. Dagegen müssen wir alle gemeinsam ankämpfen!", so Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler.

"Gemeinsam wollen wir einen Strukturprozess für den Arbeits- und Wirtschaftsraum Bopfingen, zu dem wir auch die Gemeinden Riesbürg, Kirchheim und Unterschneidheim ins Boot holen, durchführen", skizzieren Bläse und Bühler die mittel- und langfristige Strategie. Dazu gehören die Aufarbeitung der Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialdaten genauso wie eine Stärken-Schwächen-Analyse der Arbeitsplatzstruktur. Am Ende des Prozesses sollen konkrete Handlungsansätze stehen, die von den beteiligten Kommunen mit Unterstützung des Ostalbkreises und des Landes umgesetzt werden. "Von zentraler Bedeutung sind die Förderung von Unternehmensansiedlungen und damit zusammenhängend neue Gewerbe- und Industrieflächen mit moderner Infrastruktur sowie die Stärkung des Branchen-Mix – und dies alles eingebettet in eine kreisweit noch besser vernetzte Wirtschaftsförderung. Wollen wir zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben, dann können wir es uns nicht leisten, ansiedlungswillige Unternehmen an andere Regionen zu verlieren. Vielmehr müssen wir in engem Austausch zwischen Kreis und Kommunen unsere Angebote für die Unternehmen transparent machen", so der Impuls des Landrats.

Angekündigte MAGNA-Schließung in Bopfingen - Landrat und Bürgermeister suchen Gespräch mit Geschäftsleitung und stoßen Strukturprozess an
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Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
Susanne Dietterle

Stuttgarter Straße 41
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Telefax 07361 50358-1312