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Pressemitteilung

Nr. 374 vom 08.09.2020

Erster bundesweiter Warntag findet diesen Donnerstag statt

Auch im Ostalbkreis werden Warn-Apps aktiv, Sirenen heulen und Radiosendungen unterbrochen

Diesen Donnerstag, 10. September 2020 findet der erste bundesweite Warntag statt. Bundesweit wird um 11:00 Uhr ein Probealarm ausgelöst. Ganz praktisch heißt das, dass alle an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen Warnmittel wie Radio, Fernsehen, die Warn-App NINA und weitere Warn-Apps alarmiert werden. Außerdem werden Kommunen, die noch über Sirenen verfügen, diese eigenständig und zeitgleich mit MoWaS auslösen. Auch im Ostalbkreis werden beispielsweise in Böbingen, Bopfingen, Waldstetten und Schwäbisch Gmünder Teilorten die Sirenen heulen.

Bund und Länder haben im Rahmen der Innenministerkonferenz 2019 gemeinsam beschlossen, ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September einen bundesweiten Warntag stattfinden zu lassen. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen. Wer rechtzeitig gewarnt wird und weiß, was zu tun ist, kann sich in einem Notfall besser selbst helfen. Gleichzeitig dient der Warntag dazu, die vorhandenen technischen Systeme zur Warnung flächendeckend zu testen und zu prüfen, an welcher Stelle sie noch weiterentwickelt werden können.

Die Szenarien, vor denen im Ernstfall gewarnt wird, sind vielfältig und reichen von Naturgefahren wie Hochwasser oder Erdbeben, Unwettern wie schweren Stürme, Gewitter oder Hitzewellen, Schadstoffaustritten, Ausfall der Versorgung von Energie, Wasser oder Telekommunikation, Krankheitserregern, Großbränden, Waffengewalt und Angriffen bis hin zu weiteren akuten Gefahren wie Bombenentschärfungen.

"Mit jeder Warnung erhalten Sie in der Regel auch Empfehlungen, was Sie zu Ihrem Schutz tun können oder wo Sie weitere Informationen erhalten. Darüber hinaus können Sie sich auf der Website www.bundesweiter-warntag.de und der Website des Landesinnenministeriums informieren", erläutert Landrat Klaus Pavel. Gewarnt wird im Ernstfall entweder von Bund, Ländern, Kreisen oder Kommunen, dem Deutschen Wetterdienst oder den Hochwasserzentralen über verschiedenste Kanäle wie Radio und Fernsehen, Internetseiten, Warn-Apps wie NINA, Soziale Medien, Sirenen, Lautsprecherwagen oder Digitale Werbetafeln.

"Bitte achten Sie am Donnerstag um 11:00 Uhr ganz bewusst auf die Probewarnung und prüfen Sie für sich, wie die Warnung Sie am Besten erreicht, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Eine Möglichkeit ist, sich zur Vorbereitung eine Warn-App auf das Handy zu laden", empfiehlt Pavel, der als Landrat zugleich auch Chef der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Ostalbkreises ist.

Ein inzwischen weit verbreitetes Warnmittel ist die Warn-App NINA. Derzeit nutzen bundesweit rund sieben Millionen Menschen diese App. Mit der neuesten Version können die Nutzerinnen und Nutzer NINA noch besser auf ihre Bedürfnisse einstellen und einen umfangreichen Informationsbereich zur Corona-Lage nutzen. Nützlich sind in der Warn-App NINA auch die "Notfalltipps" mit Checklisten zu Notvorrat, -rucksack, Dokumentensicherung und Hausapotheke oder mit Verhaltenshinweisen bei Stromausfall, Feuer, Hochwasser oder besonderen Gefahrenlagen.

Baden-Württemberg setzt bereits seit Oktober 2016 zur amtlichen Warnung der Bevölkerung vor Gefahrensituationen landesweit auf das im gesamten Bundesgebiet verfügbare satellitengestützte modulare Warnsystem MoWaS. Die wachsende Zahl an Warnungen über MoWaS in Baden-Württemberg zeigt den Erfolg des Systems und den Bedarf bei Land und Kommunen. Bis zum 20. Juli 2020 wurden in Baden-Württemberg bereits 116 Warnmeldungen herausgegeben, davon 42 Aktualisierungen bestehender Warnungen. Auch der Ostalbkreis kann im Bedarfsfall für das Kreisgebiet Warnungen über MoWaS einspeisen. Über die Regionale Rettungsleitstelle besteht so u. a. auch die Möglichkeit Feuerwehren, die momentan sukzessive mit digitalen Meldeempfängern ausgestattet werden, sehr kurzfristig zu alarmieren und zu informieren.


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Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
Susanne Dietterle

Stuttgarter Straße 41
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Telefon 07361 503-1312
Telefax 07361 50358-1312