Pressemitteilung

Nr. 194 vom 09.04.2020

Größere Anzahl an Beschäftigten und Bewohnern der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen (LEA) positiv auf Corona getestet

Wie bereits berichtet, hatte am vergangenen Donnerstag, 2. April 2020, das Regierungspräsidium Stuttgart in einer Pressemitteilung darüber informiert, dass ein 32-jähriger Bewohner der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen (LEA) aus Ghana positiv auf SARS-Cov-2 getestet und innerhalb der Erstaufnahmestelle in einem isolierten Quarantäne-Bereich untergebracht wurde. Weitere sechs LEA-Bewohner erkrankten an COVID-19 und wurden isoliert.

Auf Empfehlung des Landratsamts Ostalbkreis und im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidium Stuttgart hatte die Stadt Ellwangen deshalb auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes am vergangenen Sonntag, 5. April 2020, eine Ausgangs- und Kontaktsperre für die Bewohnerinnen und Bewohner der LEA angeordnet. Die Einhaltung wird seitdem durch Einsatzkräfte der Polizei überwacht.

Seit Montagnachmittag, 6. April 2020, erhielten auf Empfehlung des Gesundheitsamts des Ostalbkreises sämtliche Beschäftigte in der LEA und alle Bewohnerinnen und Bewohner einen Corona-Abstrich, um eine Masseninfektion auszuschließen. "Leider haben sich heute unsere Befürchtungen bewahrheitet", berichtet Landrat Klaus Pavel. "Inzwischen liegen uns die ersten Laborergebnisse vor. Von den insgesamt 204 Beschäftigten haben wir alle Abstrich-Ergebnisse übermittelt bekommen - davon 19 positive. Die 19 Beschäftigten müssen nun entsprechend der Allgemeinverfügung des Ostalbkreises bei sich zu Hause für 14 Tage in angeordnete häusliche Isolation. Von den 567 Bewohnerinnen und Bewohnern stehen noch rund 450 Testergebnisse aus. Aus der ersten Charge an Test-Rückläufen aus den Labors sind aber bereits 34 positiv. Damit sind Stand heute 41 Bewohnerinnen und Bewohner mit positivem Befund innerhalb der LEA in einem separaten Bereich in häuslicher Isolation."

Der Ostalb-Landrat, der Ellwanger Oberbürgermeister Michael Dambacher und Bürgermeister Volker Grab sehen sich in ihrem konsequenten Handeln vom vergangenen Wochenende bestätigt: "Die Stadt Ellwangen und der Ostalbkreis haben sich von Anfang an für eine rigorose Ausgangs- und Kontaktsperre sowie eine strenge Überwachung durch eine ausreichende Zahl an Polizeikräften eingesetzt. Inzwischen konnte erreicht werden, dass die Polizei rund um die Uhr mit jeweils 12 Mann pro Schicht vor Ort ist, um die Einhaltung der Sperre zu überwachen. Innerhalb der LEA muss das Regierungspräsidium Stuttgart eine absolute Trennung der Corona-Erkrankten von den negativ Getesteten gewährleisten, solange die Erkrankten noch nicht in die zentrale Corona-Aufnahmestelle nach Althütte im Rems-Murr-Kreis verlegt werden können." Landrat Klaus Pavel, Oberbürgermeister Michael Dambacher und Bürgermeister Volker Grab haben dabei sowohl den Schutz der nicht erkrankten LEA-Bewohner als auch der Bevölkerung Ellwangens und des Umlands im Blick und danken ausdrücklich dem Präsidenten des Polizeipräsidiums Aalen, Reiner Möller, für die Unterstützung vor Ort.


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