Pressemitteilung

Nr. 551 vom 17.10.2019

Hülen profitiert von großen Grundstücken und neuer Zufahrt zur Steinbruchtrasse - Flurbereinigung: Vorstände treffen sich mit Landrat

Einmal im Jahr trifft sich Landrat Klaus Pavel mit den Vorständen der Teilnehmergemeinschaften der Flurneuordnungen im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim zum Erfahrungsaustausch. Bei einer Rundfahrt nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, am Beispiel der Flurneuordnung Lauchheim-Hülen zu erörtern, was sich bewährt hat und was künftig optimiert werden kann.

Die leitende Ingenieurin Marina Schweyer erläuterte den interessierten Gästen im Rahmen einer eineinhalbstündigen Exkursion die wichtigsten Eckdaten des Verfahrens Lauchheim-Hülen. Dabei wurden insbesondere die Themen Agrarstruktur, Feldwegebau, neue Steinbruchzufahrt, Biotopvernetzung und Landschaftsgestaltung sowie die arbeits- und betriebswirtschaftliche Wirkung der Flurneuordnung angesprochen.

Seit 2005 läuft das Verfahren Lauchheim-Hülen. Nach den vorbereitenden Arbeiten wie Durchführung der Wertermittlung, Aufstellung des Wege- und Gewässerplanes, Bau der neuen Wege, Aufmessung und Absteckung des neuen Wegenetzes galt es 2017, das 785 Hektar große Verfahren neu zu ordnen. Von 520 Flurstücken blieben nach der Neuordnung noch 262 Flurstücke übrig. Dabei ist es gelungen, die landwirtschaftlichen Flächen großzügig zusammenzulegen. In Hülen werden nun Flächen mit einer durchschnittlichen Größe von 2 Hektar und einer durchschnittlichen Schlaglänge von 450 Metern bewirtschaftet. Darüber hinaus konnten die Bewirtschafter durch Pachtregelung große Bewirtschaftungseinheiten schaffen.

Die Teilnehmer der Exkursion konnten sich somit davon überzeugen, dass eine Flurneuordnung für die Landwirte große Vorteile bringt: Die Optimierung der agrarstrukturellen Faktoren wie Schlaggröße, -länge und -form, aber auch der Entfernung von Hof zu Feld und Feld zu Feld und der Wegequalität ist entscheidend für die Höhe der Betriebskosten und wirkt sich damit maßgeblich auf das Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe aus.

Darüber hinaus wurden als Ausgleich für die Schaffung der großen Grundstücke und den Wegebau auch zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Saum- und Randstreifen, prägen nun das Landschaftsbild von Hülen. Um den Offenlandcharakter des Härtsfeldes zu erhalten, wurden in der freien Fläche nur punktuelle Bepflanzungen mit einzelnen Solitärbäumen vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte zur Eingrünung und damit zur Aufwertung des Landschaftsbildes an zwei Stellen eine flächenhafte Bepflanzung.

Auch gemeindliche Interesse wurden bei der Durchführung der Flurneuordnung aufgegriffen. So ist es im Rahmen der Flurneuordnung gelungen, die Ortschaft Hülen durch den Bau der neuen Zufahrt zum Steinbruch vom Verkehr sowie Lärm und Dreck zu entlasten und dadurch die Wohnqualität in Hülen zu verbessern. Darüber hinaus wurde die Stadt Lauchheim durch die Teilnehmergemeinschaft auch beim Bau der Linksabbiegespur zur Steinbruchtrasse und einem Fußweg zur Reithalle sowie bei der Modernisierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Arlesberg und dem Kirchenweg unterstützt.

Die Flurneuordnung Lauchheim-Hülen ist ein positives Beispiel einer guten Zusammenarbeit zwischen Teilnehmern, Bürgern und Gemeinde.

Bildunterschrift (v. l. n. r.): Leitende Ingenieurin Marina Schweyer, Landrat Klaus Pavel, die Lauchheimer Bürgermeisterin Andrea Schnele, Jürgen Eisenmann (Geschäftsbereichsleiter Geoinformation und Landentwicklung), Erste Landesbeamtin Gabriele Seefried, Helmut Hessenauer (Geschäftsbereichsleiter Landwirtschaft)
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