Pressemitteilung

Nr. 473 vom 02.09.2019

"… Gedanken sind frei …"- Arbeiten von Heiner Wolf

Eine Ausstellung mit Arbeiten von Heiner Wolf wird am 12. September 2019 um 19:00 Uhr im Landratsamt Ostalbkreis in der Haußmannstraße Schwäbisch Gmünd eröffnet. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Unter dem Titel "… Gedanken sind frei …" gibt die Ausstellung einen Überblick über das vielseitige Werk des Wasseralfinger Künstlers Heiner Wolf. Der in Arzberg geborene Bildhauer und Grafiker studierte in Bamberg und Bayreuth. Als Fachlehrer für Kunst und Technik unterrichtete er viele Jahre an der Karl-Kessler-Realschule in Aalen-Wasseralfingen. Den Lehrer kann Heiner Wolf auch im Ruhestand nicht verleugnen: So führte er im Zuge der Remstal Gartenschau kürzlich interessierte Laien in die Feinheiten des Linolschnitts ein.

In der Ausstellung im Gmünder Landratsamt zeigt Heiner Wolf Skulpturen und Drucke. Kennzeichnend für ihn ist unter anderem seine Experimentierfreude. So gibt es von seinem Spezialgebiet, der Linolätzung, im Grunde nie zwei gleiche Drucke, sondern immer verschiedene "Zustände". Die spezielle Technik erlaubt Schattierungen, Veränderungen, ergänzende Drucke mit anderen Platten und Übermalungen. Auch seine Holzstiche, oft mit Blattgoldauflage, sind fast immer Unikate und variieren zumindest in der Farbe. Einer dieser Holzstiche gibt der gesamten Ausstellung den Obertitel "… Gedanken sind frei …".

Wolfs Werke haben meist Themen und sind auch deshalb selten radikal "abstrakt", lassen aber dem Betrachter Raum zu eigener Deutung. Heiner Wolf findet seine Motive in der Natur, in den Steinmonumenten der Calvaires (Kalvarienberge) in der Bretagne, in Gedichten, aber auch in Religion und Mythologie. Besonders eindrucksvoll sind die Drucke und Skulpturen zum Gilgamesch-Epos. Großformatige Linolätzungen, gedruckt auf lichtdurchlässiges Chinapapier, haben die klassischen Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser zum Thema.

Die zumeist kleinen Skulpturen, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, zeugen ganz besonders von Wolfs Kreativität, Einfallsreichtum und handwerklichem Geschick. Sehr gerne bearbeitet er gefundene Objekte. So werden scheinbar wertlose Reste eines metallverarbeitenden Betriebs auf Plexiglas gesetzt und bearbeitet; Heiner Wolf nennt sie nun "Erschreckte" und "Erschrecker" – und auch der Betrachter sieht sofort, welche Interaktion da plötzlich stattfindet. Sehr gerne fügt er verschiedene Materialien zusammen und experimentiert mit Möglichkeiten der Bearbeitung. So finden sich an seinen Skulpturen am Strand gefundene Treibholzstücke, Papier, Drahtstücke, besondere Steine, Metalle und Glas. Durch seine Bearbeitung macht Heiner Wolf Schichten sichtbar, die dem Betrachter sonst verborgen geblieben wären. Jedoch zwingt Wolf niemand eine Deutung auf. Es gehört zu seiner Philosophie, dass seine Werke zwar für ihn selbst eine klare Bedeutung bekommen, er sie aber gerne einem Publikum aussetzt, das vielleicht völlig andere Interpretationen findet.

Bis zum 30. November 2019 sind die Arbeiten Heiner Wolfs im Landratsamt Ostalbkreis in der Haußmannstraße Schwäbisch Gmünd zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 12. September 2019 um 19:00 Uhr wird Finanz- und Schuldezernent Karl Kurz begrüßen. In die Ausstellung einführen wird Bernhard Fauser und musikalisch umrahmt wird die Ausstellungseröffnung von Angelika Wolf & Marcus Schmid von der Stadtkapelle Schwäbisch Gmünd mit Saxophonduetten.

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Heiner Wolf in seiner Werkstatt; Foto: privat
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