Pressemitteilung

Nr. 465 vom 28.08.2019

Keine neuen Mittelstreckenraketen: Ein Appell aus dem Ostalbkreis an die Abrüstungskonferenz

Der INF-Vertrag ist gekündigt. Die USA haben schon konventionelle Mittelstreckenraketen getestet. Ein Wettrüsten mit atomar bewaffneten neuen Mittelstreckenraketen droht und bedroht die Sicherheit Europas und Asiens. Die Ostalb, die durch den INF-Vertrag atomwaffenfrei wurde, will diesen Entwicklungen nicht tatenlos zusehen. Landrat Klaus Pavel schreibt wie beim Flaggentag der Mayors for Peace angekündigt an die Präsidenten der Abrüstungskonferenz in Genf, das Thema dort auf die Tagesordnung zu setzen. "Es ist bedauerlich, dass der INF-Vertrag Geschichte ist" stellt der Landrat fest: "Aber das Thema Mittelstreckenraketen betrifft nicht nur die USA und Russland. Ein neuer Vertrag der auch China, den Iran und andere Länder einbezieht wäre sinnvoller. Die Abrüstungskonferenz wäre also ein guter Ort, ein multilaterales Abkommen auszuhandeln." Der Generalsekretär der Abrüstungskonferenz, die Botschafter aus Vietnam und Simbabwe, welche im Herbst die Präsidentschaft inne haben werden, erhalten Post aus dem Ostalbkreis. Natürlich auch der Abrüstungsbotschafter Deutschland in Genf.

Lotte Rodi von der Friedenswerkstatt Mutlangen erklärt: "Wir unterstützen diese Initiative. Statt zu jammern, dass ein wichtiger Baustein der europäischen Sicherheit verloren gegangen ist, erhält die Genfer Abrüstungskonferenz einen Vorschlag. Wir halten die Mittelstreckenraketen wegen der kurzen Vorwarnzeiten für besonders gefährlich. Sie erhöhen das Risiko auf einen Atomkrieg aus Versehen drastisch. Eine multilaterale Diskussion um die Verhinderung neuer atomarer Mittelstreckenraketen und die Abrüstung der bestehenden ist daher dringend notwendig. Die Abrüstungskonferenz ist ein gutes Forum."

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