Pressemitteilung

Nr. 435 vom 06.08.2019

Der Sprecher der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg, Landrat Klaus Pavel, will die beiden Schienenstrecken über die Murrbahn sowie über die Rems- und Obere Jagstbahn beschleunigen.

Der Sprecher der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg Landrat Klaus Pavel begrüßt ausdrücklich eine komfortable stündliche Zugverbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg. Im zweiten Gutachterentwurf zum Deutschland-Takt ist für den Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg eine stündliche (Fern-)Verbindung zwischen den beiden Metropolen über zwei verschiedene Wege, abwechselnd über die Murrbahn sowie über die Rems- und Obere Jagstbahn, vorgesehen.

Landrat Pavel betont aber auch: "Nach der Entscheidung des Bundes im November 2018, den Ausbau der Rems- und Oberen Jagstbahn im Rahmen des Deutschlandtakts und nicht im Vordringlichen Bedarf der Schienenausbauvorhaben des Bundesverkehrswegeplanes zu finanzieren, hatten wir gehofft, dass sich eine erkennbare Beschleunigung der Reisezeit zwischen Stuttgart und Nürnberg über Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen im neuen Gutachtervorschlag Deutschland-Takt widerspiegelt." Stattdessen gewinnt die Reisezeit der heutigen IC-Linie 61 zwischen Stuttgart und Nürnberg mit jedem neuen Gutachterentwurf entlang der Rems- und Oberen Jagstbahn weitere Reiseminuten hinzu, die die Fernverkehre über Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen verlangsamen, sorgt sich Pavel.

Daher hat er in einem Brief an Bundesverkehrsminister Scheuer neben den attraktiven Umstiegen an den Fernverkehrsknoten Nürnberg und Stuttgart eine gleich schnelle Reisezeit von maximal 120 Minu-ten zwischen Stuttgart und Nürnberg über die Murrbahn sowie über die Rems- und Obere Jagstbahn gefordert.

Zur Begründung führt Klaus Pavel aus: "In Ostwürttemberg leben eine halbe Million Menschen mit weiter steigender Tendenz. Fast 40.000 Berufstätige pendeln täglich in andere Regionen aus und über 30.000 Berufstätige pendeln in die Region Ostwürttemberg täglich ein. Die Zahl der touristischen und gewerblichen Übernachtungen liegt bei über einer Million Gästen im letzten Jahr. Es ist davon auszu-gehen, dass diese Zahlen - wie in den vergangenen Jahren - weiterhin ansteigen. Diese Menschen brauchen eine schnellere Fernzugverbindung über die Remsbahn und die Obere Jagstbahn."

Unter der Fachbetreuung der Geschäftsstelle der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart – Nürnberg haben sich federführend das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die drei be-nachbarten Landkreise Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis sowie der Landkreis Schwäbisch Hall zusammen-geschlossen, um ein gesamtes Angebots- und Infrastrukturkonzept für die Murrbahn und für die Rems- und Obere Jagstbahn zu erstellen. Seit Monaten laufen entsprechende Gespräche zwischen den oben genannten Partnern, um die für das Konzept notwendigen Gutachterleistungen auszuschreiben. "Die homogene Reisezeit von maximal 120 Minuten zwischen Stuttgart und Nürnberg soll die erforderliche Grundlage für das Gesamtkonzept sein, das beide Strecken sowohl über Aalen und Schwäbisch Gmünd wie auch über Schwäbisch Hall gleichwertig berücksichtigt", so Landrat Klaus Pavel.

Partner der Interessengemeinschaft
Städte: Stuttgart, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen, Backnang, Schwäbisch Hall, Crailsheim, Ansbach, Nürnberg
Landkreise: Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis, Kreis Schwäbisch Hall, Kreis Ansbach
Regionen: Verband Region Stuttgart, Regionalverband Ostwürttemberg, Regionalverband Heilbronn-Franken Metropolregion Nürnberg
IHKs: IHK Stuttgart, IHK Ostwürttemberg, IHK Heilbronn-Franken, IHK Nürnberg für Mittelfranken

Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis

Pressestelle
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