Pressemitteilung

Nr. 385 vom 11.07.2019

Änderungen des OVA-Busfahrplans zum 9. Juni - Landratsamt stellt Sachverhalt klar

In der Sitzung des Kultur-, Bildungs- und Finanzausschusses des Aalener Gemeinderats am 10. Juli 2019 wurde der seit 9. Juni geltende Fahrplan der OVA im Aalener Stadtverkehr kritisiert. Vor allem die Tatsache, dass am Gmünder Torplatz keine Fahrten von OVA-Bussen mehr beginnen oder enden, stieß auf große Kritik. Oberbürgermeister Thilo Rentschler hatte in der Sitzung auf das Landratsamt Ostalbkreis als Aufgabenträger sowie eine sehr kurzfristige Anhörung der Stadt mitten in den Pfingstferien verwiesen. Die Stadt habe nichts zu entscheiden gehabt, so Rentschler. Das Landratsamt Ostalbkreis nimmt diese Aussagen zum Anlass, den Sachverhalt detailliert darzustellen.

Die Firma OVA hat beim Landratsamt am 19. Mai 2019 einen Antrag auf Fahrplanänderung zum 9. Juni gestellt. Diesen Antrag hat das Landratsamt am 20. Mai 2019 in die gesetzlich vorgeschriebene 2-wöchige Anhörung gegeben, u. a. an die Stadt Aalen, und keinesfalls in den Pfingstferien. Hintergrund für den umfangreichen Fahrplanantrag waren laut OVA der Betreiberwechsel auf der Remsbahn und der Brenzbahn ab 9. Juni und die damit verbundenen Änderungen der Zugfahrpläne. Ferner schrieb die OVA in ihrem Antrag, dass eine wesentliche Änderung den Gmünder Torplatz betreffe. Dort würden künftig keine Fahrten mehr beginnen und enden. Die Linien nach Norden, Osten sowie nach Unterkochen seien nicht mehr mit dem Gmünder Torplatz verbunden. Die Fahrgäste könnten jedoch mit einem beliebigen Bus vom Gmünder Torplatz zum ZOB fahren und müssten dort gegebenenfalls umsteigen.

Für diese Änderungen führte die OVA die anstehende Einführung von Echtzeitdaten für die Fahrgastinformation sowie den Wegfall der Wartezeiten am Gmünder Torplatz für Fahrgäste von westlichen Linien an, die dann den ZOB und damit auch etwaige Anschlusszüge früher erreichen könnten. Als Grund wurde von der OVA aber auch angeführt: "Die Stadt Aalen möchte den Gmünder Torplatz aufwerten. Dazu soll dieser seinen "ZOB-Charakter" verlieren. Der Platz wird somit zu einer normalen Haltestelle, bei der die Busse nur zum Ein-/Ausstieg kurz halten, aber nicht mehr längere Zeit bis zur Abfahrtszeit einer neuen Fahrt herumstehen."

Als Genehmigungsbehörde hatte und hat das Landratsamt hinsichtlich der Änderungen am Gmünder Torplatz erhebliche Bedenken, die sich nach Umsetzung der Fahrplanänderungen bestätigt haben. Deshalb wurde die Zustimmung nach § 40 Personenbeförderungsgesetz zum geänderten Fahrplan, die mit Blick auf den Fahrplanwechsel zum 9. Juni 2019 am 4. Juni 2019 erteilt wurde, auch mit einer entsprechenden Nebenbestimmung versehen. Wörtlich heißt es in der Zustimmung zum Gesamtpaket der Fahrplanänderungen: "Aufgrund der geplanten Veränderungen des Fahrplans hinsichtlich der Entlastung der Haltestelle "Gmünder Torplatzes" zugunsten des ZOB wird mit Blick auf die Fahrgastinteressen auf besondere Sorgfalt und Umsicht in der Umsetzung gebeten. Die Haltestelle "Gmünder Torplatz" wird in Aalen von den Fahrgästen aufgrund der zentralen Lage in der Innenstadt stark angenommen. Die Haltestelle ZOB liegt am Rande des Zentrums. Eine Veränderung könnte daher Fahrgäste in Richtung Norden, Osten und nach Unterkochen belasten und die öffentlichen Verkehrsinteressen negativ tangieren. Eine ausreichende Kommunikation der geplanten Maßnahmen ist deshalb unbedingt notwendig. Daher weist die Genehmigungsbehörde darauf hin, dass ggf. Anpassungen beim Fahrplan zum Schuljahreswechsel nötig sein werden. Die Fa. OVA wird deshalb dazu aufgefordert, die Öffentlichkeit umfangreich zu den Fahrplanänderungen vorab zu informieren."

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