Pressemitteilung

Nr. 329 vom 07.06.2019

Internetbasierte Plattformen für personennahe Dienstleistungen - Vortrag und Podiumsdiskussion in der Schwäbisch Gmünder Villa Hirzel

Wie kann die Zukunft für unsere Familien und die Zukunft unserer Sorgearbeit aussehen? Gibt es wirtschaftliche und digital unterstützte Alternativen? Zu einem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion laden die Kontaktstelle Frau und Beruf des Ostalbkreises und die Beauftragte für Chancengleichheit der Stadt Schwäbisch Gmünd am 11. Juli 2019 von 13:30 bis 15:00 Uhr in die Villa Hirzel nach Schwäbisch Gmünd ein.
"Leisten Sie selbst Sorgearbeit, versorgen die eigenen Kinder oder Angehörige? Arbeiten Sie in sozialen Berufen oder leiten eine sozialwirtschaftliche Organisation? Sind Sie sozial engagiert in der Nachbarschaftshilfe oder im Tagesmütterverein? Und haben Sie sich schon einmal gefragt, wie mit der Alterung unserer Gesellschaft und der Digitalisierung unsere Sorgearbeit in Zukunft aussehen wird?", fragen Elke Heer, Beauftragte für Chancengleichheit der Stadt Schwäbisch Gmünd, und Carolin Morlock, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Ostwürttemberg - Ostalbkreis, die durch die Veranstaltung führen und moderieren.
Dr. Anne-Sophie Tombeil, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, wird in ihrem Vortrag aufzeigen, wie Fürsorge und personennahe Dienstleistungen durch Netzwerke und entsprechende Geschäftsmodelle erfolgreich etabliert werden können. Auf dem Podium werden Gründerinnen und Gründer aufzeigen, wie sie personennahe Dienstleistungen organisiert haben und warum diese Organisationen in ihren Kommunen erfolgreich funktionieren und im Wachstum begriffen sind.
Anita Burkhardt, Gründerin des Vereins Miteinander und Füreinander in Neuweiler MFN e.V., erklärt beispielhaft, wie sie in einer ländlichen Kommune Strukturen geschaffen hat, um die Sorgearbeit auf mehreren Schultern zu verteilen.
Hubertus Droste, Bürger Sozial Genossenschaft Biberach eG, erklärt, warum die Genossenschaft für Biberach das richtige Modell ist und wie er mit den Genossenschaftsmitgliedern, Ehrenamtlichen und Teilzeitangestellten die Sorgearbeit auf stabile Füße stellt. Dabei ist der Bau und die Bereitstellung von gemeinschaftlich genutztem Wohnraum schon in der Planung.
Christine Binder, Koordinatorin Netzwerk Einkommen schaffende Dienstleistungen (NEsD) des Landfrauenverbandes Württemberg-Baden e.V., kennt die Bedarfe und Kompetenzen von Frauen im ländlichen Raum und berät bei der Gründung von sozialwirtschaftlichen Organisationen.
Clemens Wochner-Luikh, Bereichsleiter der Stiftung Haus Lindenhof Schwäbisch Gmünd, sieht in der Diversifizierung von Fürsorgeangeboten und auch in gemeinschaftlichen Wohnformen eine Zukunft, die bisher nicht ausreichend fokussiert wird. Welche Kooperationsformen sind möglich und wirtschaftlich sinnvoll? Wie können sich wirtschaftliche Netzwerke, die personennahe Dienstleistungen anbieten, aufstellen?
Insbesondere wird der Frage nachgegangen, wie Digitalisierung und Plattformökonomie gestaltet und genutzt werden kann und wie Kommunen mit der Bereitstellung von digitalen Plattformen unterstützen können.
Am Tag der Veranstaltung wird von 9:00 bis 13:00 Uhr in der Villa Hirzel die Bilanz des Modellprojekts "Fachkräftesicherung über die Professionalisierung haushaltsnaher Dienste" vorgestellt. Der Zugang zur Villa Hirzel wird durch die Remstal Gartenschau nicht behindert.
Außerdem bietet die Kontaktstelle Frau und Beruf im Vorfeld am Dienstag, 9. Juli 2019 von 9:00 bis 12:00 Uhr die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung für Interessierte und Gründungsinteressierte von Sozialunternehmen oder sozialen Vereinen an. Gründungsideen können am Dienstag, 16. Juli 2019 von 9:00 bis 12:00 Uhr im Landratsamt in Schwäbisch Gmünd vertieft und konkretisiert werden.
Eine Anmeldung ist erforderlich bei der Kontaktstelle Frau und Beruf per E-Mail an frau-beruf@ostalbkreis.de.

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· Beauftragte für Chancengleichheit
· Kontaktstelle Frau und Beruf

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