Pressemitteilung

Nr. 326 vom 07.06.2019

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum: Förderanträge jetzt stellen

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist eines der wichtigsten und erfolgreichsten Strukturförderprogramme in Baden-Württemberg. Im Ostalbkreis konnten da-raus allein im Programmjahr 2019 bislang über 3,2 Mio. Euro Fördermittel für private, kommunale und gewerbliche Projekte eingeplant werden. Für das neue Programmjahr 2020 können ab jetzt Förderanträge gestellt werden.

Das ELR fördert die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden in den Schwerpunkten Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Dabei sind die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und die interkommunale Zusammenarbeit sowie Beiträge zum Ressourcen- und Klimaschutz von besonderer Bedeutung.

Ziel der Programmausschreibung 2020 ist es, weiterhin Impulse zur Nutzung innerörtlicher Flächen zu setzen. Gemäß dem Grundsatz "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" soll gute innerörtliche Bausubstanz erhalten und für zeitgemäßen Wohnraum genutzt werden. Baufällige Gebäude können weichen und Platz für Neues schaffen. Deshalb werden im ELR 2020 prioritär Investitionen privater Haus- und Wohnungsbesitzer gefördert. Voraussetzung ist die Lage im Ortskern bzw. in Siedlungsflächen aus den 1960er Jahren, sofern diese mit der Ortsmitte zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf aufweisen. Gefördert werden vorrangig die Umnutzung leerstehender Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken. Unterstützt werden auch Maßnahmen zur Aktivierung innerörtlicher Flächen wie Zwischenerwerb, Abbruch und Neuordnung sowie kommunale Projekte zur Verbesserung des Wohnumfeldes.

Der Förderschwerpunkt Grundversorgung erhält auch in diesem Jahr weiterhin hohe Priorität. Dorfläden, Metzgereien und Bäckereien sind wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung. Aber auch Ärzte, Physiotherapeuten, Handwerksbetriebe u. a. können Fördermittel erhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf Dorfgasthäusern: Sie sind ein Kulturgut, das erhalten werden muss. Sie stärken die Lebensqualität und Lebendigkeit unserer Dörfer.

Im Förderschwerpunkt Arbeiten können im Programmjahr 2020 kleine und mittlere Unter-nehmen (KMU) mit weniger als 100 Beschäftigten vorrangig Zuschüsse für die Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern (z. B. Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahegelegene Gewerbegebiet) erhalten.

ELR-Projekte in bioökonomiebasierter Bauweise erhalten eine erhöhte Förderung. Dazu zählt die Anwendung ressourcenschonender, CO2 bindender Baustoffe wie Holz.

Förderanträge müssen bis spätestens 30. September 2019 über das Bürgermeisteramt der Kommune, in der das Projekt umgesetzt werden soll, beim Regierungspräsidium in Stuttgart eingereicht werden. Interessierte sollten sich schnellstmöglich mit dem jeweiligen Bürgermeisteramt in Verbindung setzen, um den Antrag so gut wie möglich vorzubereiten.

Neben den Bürgermeisterämtern sind weitere Auskünfte auch beim Landratsamt Ostalbkreis, Stabsstelle Wirtschaftsförderung-Tourismus-Europabüro, unter Tel. 07361 503-1198 und auf der Website des Ostalbkreises erhältlich.

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