Pressemitteilung

Nr. 266 vom 10.05.2019

Jahresbericht 2018 der Koordinationsstelle Prävention erschienen - Präventionsprojekt "Max Besser" für die Grundschule geht an den Start

Im Ostalbkreis hat Prävention einen hohen Stellenwert und ist ein wichtiges Thema in der Öffentlichkeit. Andreas Schumschal von der Koordinationsstelle Prävention des Landratsamts Ostalbkreis blickt in seinem Jahresbericht auf das in 335 Veranstaltungen mit über 6.800 Teilnehmenden Erreichte zurück.

Im Jahr 2018 ging das Präventionsprogramm "Max Besser" für die Grundschule an den Start. Praxisnahe Anregungen werden für den pädagogischen Alltag gegeben, um die Kinder zu mehr Wertschätzung und Respekt im Umgang miteinander einladen. Das Programm kann in Form eines Praxisbuches in einem Ordner mit Blättern zum rausnehmen und als gebundene Buchform erworben werden.

Die Fortbildungsreihe "GewaltPrävention" konnte 2018 mit den einzelnen Themen wie "Mobbing-Ursachen, Folgen und Lösungswegen", "Gestern Kindergartenkind - heute Schulkind", "Medienkompetenz", "Schulische Schutzkonzepte" und "Prävention und Programme - eine kleine Marktübersicht" erfolgreich und mit großer Beteiligung für Schulen und Schulsozialarbeit angeboten werden. Im Jahr 2019 wird die Reihe mit den Themen "Prävention sexualisierter Gewalt im Kontext Schule", "Max Besser für die Grundschule", "Achtsamkeit im Schulalltag", "Schwierige Elterngespräche" und "Lateral-Thinking-Übungen-Training exekutiver Funktionen" fortgesetzt.

Ein ganz besonderes Highlight war 2018 der Film von regio TV. In einer Grundschule wurden die Bausteine, Inhalte und Wirkungen des sozialen Kompetenztrainings vorgestellt.

Im Frühjahr fand in Schwäbisch Gmünd die erste Medienwoche mit dem Canisiushaus, St. Loreto und einem Team von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern in Kooperation mit der Koordinationsstelle Prävention statt. Die Plattformen "WhatsApp", "Instagram", "musical.ly", "snapchat", kurz "Die neuen Medien" sind in aller Munde. Die schnelle Entwicklung und Innovation im Bereich der Medien fordern neben allen positiven Nutzungswirklichkeiten auch eine stetige Auseinandersetzung mit den dazugehörigen Risiken und Nebenwirkungen. Die Schulsozialarbeit sucht hierzu gemeinsam mit Schulleitung, Lehrerschaft, Schülern und Eltern immer wieder neue stimmige pädagogische und alltagstaugliche Handlungsansätze. Der Fokus dieser Vortagsreihe lag somit auf der aktuellen Entwicklung im Bereich der neuen Medien und zum anderen auf Möglichkeiten des präventiven Handelns.

Eine Fortbildung im Jahr 2018 galt dem Thema "Systemische Mobbingintervention". Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leiden in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder unter fortwährenden Mobbingattacken ihrer Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Auswirkungen für die Betroffenen sind gravierend. Deshalb standen bei dieser Fortbildung die Themen Mobbingdynamik, Fallstricke im Umgang mit Mobbing sowie die Mobbingintervention im Zentrum. Viele interessierte und engagierte Fachkräfte von schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen erlernten somit den professionellen Umgang mit Mobbing.

Des Weiteren gab es eine lebendige Fortbildung im Zeichen des bewegten und kurzweiligen Lernens mit allen Sinnen. Hierfür brachte der Referent Daniel Stanislaus Training Tools von Metalog mit. Somit wurden Lehrkräften sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern die EOL-Methoden zur Entwicklung von Klassenregeln, zum Ausbau der Konfliktfähigkeit und Toleranzfähigkeit gegenüber anderen, Kommunikationsfähigkeit sowie Demokratiefähigkeit und noch vieles weitere für ihre Klassen beigebracht.

Sozialwissenschaftler Rudi Rhode war 2018 auch wieder im Ostalbkreis am Start. Mit seiner Fortbildung "Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen…" sprach er den souveränen Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern an. 2019 wird er wiederkommen.

Das interaktive Theaterstück "Fake Paradise" zum Thema Populismus bei Jugendlichen mit Workshop fand im November 2018 im Rahmen einer Lehrersichtveranstaltung statt.

Gewaltprävention und Waldpädagogik finden immer mehr Anklang im Ostalbkreis. Das Projekt wurde zum zweiten Mal über drei Tage in der Kühholzhütte in Bartholomä durchgeführt. In Kooperation mit Waldpädagogen und den örtlichen Förstern verbrachte eine Klasse mit Inklusionskindern spannende und erlebnisreiche Tage im Wald.

Im Jahr 2019 sind wieder viele interessante Projekte geplant. So wird die Thematische Reihe "GewaltPrävention" und Medienkompetenz terminiert sein.

Andreas Schumschal wird unterstützt von Tobias Braun, der im Geschäftsbereich Jugend und Familie der Kreisverwaltung tätig ist. Weitere Informationen zum aktuellen Angebot der Koordinationsstelle Prävention gibt es hier im Internet unter "Mehr zu diesem Thema" oder direkt bei Andreas Schumschal unter der E-Mail Adresse andreas.schumschal@ostalbkreis.de .

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· Koordinationsstelle Prävention

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