Pressemitteilung

Nr. 6 vom 07.01.2019

Gleichstellungs-Aktionsplan des Ostalbkreises - Kreisverwaltung sucht "best practice"-Beispiele und ruft Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung auf

Im August 2014 unterzeichnete Landrat Klaus Pavel für die Landkreisverwaltung die "Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene" - kurz EU-Charta. Durch die Unterzeichnung hat sich der Ostalbkreis zur Erarbeitung eines Gleichstellungs-Aktionsplans bereit erklärt, der im März 2017 im Kreistag verabschiedet wurde. Die Gleichstellungskommission der Kreisverwaltung arbeitet nun an der Fortschreibung des Aktionsplans und bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Themenvorschläge.

An der Erarbeitung und Umsetzung des Gleichstellungs-Aktionsplans sollen unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche beteiligt werden. Der Ostalbkreis hat deshalb eine Gleichstellungskommission aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bereiche gegründet. Dadurch konnte ein großes Spektrum an Meinungen und Wissen in den ersten Aktionsplan einfließen. Leitgedanken des Aktionsplanes sind, dass Frauen und Männer im Ostalbkreis unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Religion, ihres Alters, ihrer sexuellen Orientierung und ihrer finanziellen Möglichkeiten gleichberechtigt leben können, alle Menschen im Ostalbkreis den gleichen Zugang zu kommunalen Dienstleistungen und Ressourcen haben sollen und die Kreisverwaltung als öffentlicher zukunftsorientierter Arbeitgeber eine Vorbildfunktion hat.

Der Gleichstellungs-Aktionsplan ist in fünf Handlungsfelder mit insgesamt 19 Zielen gegliedert. Dazu zählen beispielsweise der Aufbau eines Wissensmanagements, Maßnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern auf allen Ebenen, Bewusstseinsbildung bei Einkommensunterschieden von Männern und Frauen bei gleicher Tätigkeit, die Förderung Interkultureller Kompetenzen, das gezielte Ansprechen von Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund oder die Förderung von Mädchen in technischen Berufen und Jungen in sozialen Berufen. Auch die Themen Häusliche Gewalt und Sexuelle Belästigung oder etwa die Bewusstseinsbildung den Menschenhandel betreffend sind Inhalte des Gleichstellungs-Aktionsplans. Der vollständige Aktionsplan und der Zwischenbericht über die Umsetzung stehen unter http://www.ostalbkreis.de zum Download zur Verfügung.

Wie schon bei der erstmaligen Ausarbeitung des Aktionsplans sollen auch bei dessen Fortschreibung Vorschläge aus der Bevölkerung berücksichtigt werden, die der Chancengleichheit dienen und Diskriminierung vorbeugen. Die Gleichstellungskommission des Ostalbkreises sucht deshalb Maßnahmen, die einen hohen "best practice"-Charakter haben.

Vorschläge für beispielhafte Maßnahmen nimmt die Gleichstellungsbeauftragte des Ostalbkreises, Carmen Venus, bis 31. Januar 2019 gerne entgegen: "Der zweite Gleichstellungs-Aktionsplan wird auf den bisherigen Erfahrungen und Erkenntnissen aufbauen und sich neue gesellschaftspolitische Ziele zur Stärkung der Vielfalt setzen. Wir wollen ihn in der Gleichstellungskommission in den nächsten Wochen erarbeiten und freuen uns auf Ihre Anregungen!"

KONTAKT:
Landratsamt Ostalbkreis
Gleichstellungsbeauftragte
Stuttgarter Str. 41
73430 Aalen
Tel. 07361 503-1798
E-Mail carmen.venus[at]ostalbkreis.de


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