Pressemitteilung

Nr. 590 vom 28.11.2018

Vortrag "Politische Lage und Entwicklungsszenarien in China" im Ostalbkreishaus

Im Rahmen der Ausstellung der Künstlerin Monika Hoffer "Was wie Wolken und Dunst an den Augen vorüberzieht", die derzeit im Aalener Landratsamt zu sehen ist, hatte die Landkreisverwaltung zu einem Vortrag über die "Politische Lage und Entwicklungsszenarien in China" eingeladen. Landrat Klaus Pavel zeigte sich sehr erfreut über die große Zahl der Interessenten und wies auf die Dringlichkeit einer Auseinandersetzung mit China hin, war das Reich der Mitte doch in den Jahren 2016 und 2017 Deutschlands wichtigster Handelspartner.

Die Referentin des Abends, Xia Xu-Fees, hat als Betriebswirtin viele Jahre Berufserfahrung im Bereich Import/ Export bei einem international tätigen chinesischen Unternehmen gesammelt, bevor sie für ein MBA-Studium nach Deutschland kam. Für ihre herausragenden Studienleistungen wurde sie mit dem Schwan-Stabilo Förderpreis ausgezeichnet. Anschließend war sie 13 Jahre lang in Deutschland in mittelständischen Unternehmen tätig und steuerte hier unter anderem das Asiengeschäft. Darüber hinaus arbeitete sie als Leiterin des Business Developments für die deutsche Tochtergesellschaft des chinesischen Unternehmens ZhongDe Metal Group GmbH. Seit vergangenem Jahr ist sie mit ihrem Unternehmen China Business Upgrade selbstständig. Xu-Fees brachte also viel persönliche und berufliche Erfahrung mit, um die Besucher über die politische Lage und Entwicklungsszenarien zu informieren.

Zunächst wurde die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation in China geschildert, da es unter anderem aufgrund kultureller Unterschiede Spannungsfelder und geschäftsbezogene Besonderheiten gibt, die es für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu berücksichtigen gilt. Daran anschließend wurden praxisbezogene Beispiele präsentiert. Genau dieser Praxisbezug war Inhalt der sehr lebhaften Diskussionsrunde, die von Prof. Dr. Dr. Dr. Ekbert Hering - selbst ein exzellenter Chinaexperte - moderiert wurde. Xu-Fees fasste den Abend mit einem Zitat von Heinrich von Prierer kurz und prägnant zusammen: "Das größte Risiko für deutsche Unternehmen ist, nicht in China zu sein."

In einer Zeit, in der Schlagworte wie Globalisierung und Digitalisierung an der Tagesordnung sind, erscheint die Auseinandersetzung mit den Kulturen dieser zusammenwachsenden Welt immer dringlicher. Dabei rückt China zunehmend in unseren Fokus, ist die Volksrepublik doch mittlerweile auch unser wichtigster Handelspartner. Die Ausstellung von Monika Hoffer, die ihre der chinesischen Tuschemalerei und Kalligraphie verschriebenen Arbeiten zeigt, bietet einen adäquaten Rahmen, um diesen Themenvortrag zu veranstalten.

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Zu sehen ist die Referentin des Abends, Xia Xu-Fees.
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