Pressemitteilung

Nr. 111 vom 07.03.2018

Eschensterben im Stadtwald Heubach: Überprüfung und Fällung infizierter Bäume

Das so genannte Eschensterben breitet sich auch im Ostalbkreis aus. Aktuell sind etliche Eschen im Stadtwald Heubach betroffen. Forstrevierleiter Henning Fath hat die Bäume am Pionierweg, der Zufahrt zum Wanderparkplatz auf dem Rosenstein, überprüft. Die Kontrolle ergab deutliche Schäden im Kronenbereich der am Wegrand stehenden Eschen.

Dürre Äste, die aus der Krone herabbrechen könnten stellen für sich schon ein Problem dar. Das Problem ist allerdings noch deutlich größer, denn die Bäume können auch bei gesundem Aussehen plötzlich und unvermittelt umkippen. Grund dafür ist, dass beim Eschensterben nicht nur die Kronenbereiche geschädigt werden, sondern auch die Wurzeln, die dem Baum Halt geben. Innerhalb kürzester Zeit stirbt der Baum dann komplett ab.

"Der öffentliche Weg zum Rosenstein wird das gesamte Jahr über intensiv von Autofahrern, Radlern und Fußgängern benutzt. Zum ´Bike-the-Rock-Festival´ zieht dort ein regelrechter Besucherstrom vorbei. Um eine Gefährdung der Waldbesucher auszuschließen, müssen leider viele der Eschen gefällt werden", urteilt Forstrevierleiter Fath. Die betroffenen Eschen werden voraussichtlich Anfang der KW 11 (12. und 13. März) gefällt. Dabei kommt es zu kurzfristigen Sperrungen des Pionierwegs. Die Forstverwaltung des Ostalbkreises bittet hierfür um Verständnis.

Eschentriebsterben - Hintergrund:
Das Eschensterben ist ein europaweites Problem. Einmal infiziert, sind die betroffenen Bäume meist nicht mehr zu retten und sollten entfernt werden, wenn sie an einem Weg oder Gebäude stehen. Das Eschentriebsterben ist eine Infektionskrankheit, die von einem Schlauchpilz verursacht wird, der aus Ost-Asien nach Europa eingeschleppt worden ist. Der deutsche Name dieses Schlauchpilzes ist "Falsches Weißes Stengelbecherchen".
Folgende Krankheitserscheinungen treten auf: Absterben von Trieben, Zweigen und Ästen, Rindennekrosen (abgegrenzte abgestorbene Bereiche der Rinde), braun-graue Holzverfärbungen, Welken, Absterben und vorzeitiges Abfallen von Blättern.
Vor allem Rindennekrosen am Stammfuß und Wurzelhals bilden Eintrittspforten für Folgeschädlinge. Holzzerstörende Pilze führen dann zu einem raschen Absterben der Eschen insbesondere entlang von Bächen und in jüngeren Beständen. Die Wissenschaft geht derzeit davon aus, dass ein geringer Anteil der Eschen gegen die Infektionen resistent ist und überleben wird.

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