Pressemitteilung

Nr. 545 vom 26.10.2017

Erster Fall von Hasenpest im Ostalbkreis

Der Geschäftsbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamts informiert, dass bei einem in Aalen-Wasseralfingen tot aufgefundenen Feldhasen als Todesursache eine Infektion mit dem Erreger der Hasenpest (Tularämie) festgestellt wurde. Während in umliegenden Landkreisen bereits 2016 Fälle von Tularämie festgestellt wurden, handelt es sich um den ersten Fall im Ostalbkreis.

Bei der Hasenpest handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die durch den Erreger
Francisella tularensis hervorgerufen wird. Das Bakterium befällt vor allem Feldhasen und
Nagetiere, andere Wildtiere und Haustiere können sich ebenfalls infizieren. Gefährlich ist
der Erreger aber auch für den Menschen, bei dem nach einer Infektion schwerwiegende
Krankheitserscheinungen auftreten können. Eine Übertragung der Krankheit findet über
direkten Kontakt mit infizierten Tieren, z. B. bei Jägern beim Aufbrechen infizierter Tiere, statt.

Der Geschäftsbereich Veterinärwesen bittet die Jägerschaft um besondere Aufmerksamkeit
und weist die Bevölkerung darauf hin, verendet aufgefundene Feldhasen
oder Feldhasen mit fehlendem Fluchtverhalten nicht zu berühren und den Fund
dem zuständigen Jagdpächter zu melden, damit die Tiere der Untersuchung zugeführt werden können.

Die Erkrankungsgefahr für Hunde ist zwar geringer einzustufen, trotzdem sollte der Kontakt von Hunden mit verendeten oder auffälligen Hasen unbedingt vermieden werden. Der Geschäftsbereich Veterinärwesen empfiehlt daher den Hundehaltern ihre Hunde nicht unkontrolliert laufen zu lassen oder beim Spazieren gehen anzuleinen, wenn das Risiko eines Kontaktes zu einem infizierten Wildtier sicher vermieden werden soll.

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