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Nr. 187 vom 18.04.17

Die Frau des Archäologen – Agatha Christie auf Ausgrabungen im Vorderen Orient

Pressemitteilung Nr. 187 vom 18.04.17

Am 27. April 2017 referiert Dr. Claudia Braun von den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim im Limestor Dalkingen über eine unbekannte Seite der berühmten Krimiautorin Agatha Christie. Die mit dem Archäologen Max Mallowan verheiratete Schriftstellerin hielt sich zwischen 1928 und 1958 regelmäßig und oft monatelang im Vorderen Orient auf und ließ sich während der Grabungskampagnen auch für ihre Geschichten inspirieren. So entstand auch der Erfolgsroman "Tod auf dem Nil" auf einer dieser Reisen.

Agatha Christie (1890-1976) entdeckte ihre Begeisterung für die Archäologie bei ihrem ersten Aufenthalt 1928 im Irak. Ab 1931 begleitete sie ihren Mann nicht nur, sondern sie finanzierte auch in hohem Maß die Ausgrabungen durch ihre schriftstellerischen Erfolge. Aber auch so wirkte sie auf vielfältige Weise bei den Ausgrabungen mit: als Aufsicht der einheimischen Grabungsmitarbeiter, Zeichnerin, Fotografin, Kamerafrau, Dokumentarin und Restauratorin der Funde und Befunde und sogar als medizinische Assistentin.

Der ebenso fundierte wie auch interessante Vortrag der Referentin, die als Leiterin der Antikensammlung der Reiss-Engelhorn-Museen selbst Archäologin ist, beleuchtet die einzelnen Aufgabenbereiche Agatha Christies und das Leben auf den Grabungen in den 1930er und 1950er Jahren anhand der Autobiografien von Agatha Christie und Max Mallowan sowie dem angeregten Briefwechsel der Eheleute. Bebildert wird das Gesagte mit eigenhändig gemachten Aufnahmen der Schriftstellerin. Im fantastischen Ambiente des nächtlichen Limestores verspricht es wieder einmal ein besonderer Abend zu werden.

INFO: Der Vortrag ist eine Kooperation von Landratsamt Ostalbkreis und Kulturverein Stiftsbund Ellwangen. Der Eintritt ist frei, das Limestor ist ab 20:00 Uhr geöffnet. Der Vortrag beginnt um 20:30 Uhr. Parkmöglichkeiten befinden sich auf dem Parkplatz unterhalb des Limestores und vor der Jagsttalhalle in Schwabsberg. Für den Fußweg zum und vom Limestor wird eine Taschenlampe empfohlen.