Vogelgrippe ist landesweit auf dem Vormarsch - Ostalbkreis erlässt erneut Allgemeinverfügung zur Aufstallungspflicht

Hinweis: Die Aufstallungspflicht endet mit Ablauf des 15. März 2017 und wurde im Ostalbkreis nicht verlängert.

Aufgrund der Ausweitung der Vogelgrippe hat der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, eine landesweite Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet. Des Weiteren wurden die Zoos, Wildtier- und Vogelparks in Baden-Württemberg aufgefordert entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Auch regionale und überregionale Geflügelschauen werden untersagt.


Der Ostalbkreis hat am Freitag, 18. November 2016 eine Allgemeinverfügung erlassen, die für alle privaten und gewerblichen Tierhalter, die Geflügel i. S. des § 1 Abs. 2 Nr. 2 der Geflügelpestverordnung (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) im Gebiet des Ostalbkreises halten, eine Aufstallung des Geflügels anordnet - und zwar in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss.

Die vollständige Allgemeinverfügung mit Begründung finden Sie zum Download.

1. Februar 2017: Ostalbkreis erlässt erneut Allgemeinverfügung zur Aufstallungspflicht

Die Geflügelpest hat sich seit November letzten Jahres in Deutschland und den angrenzenden Ländern ausgebreitet. Obwohl die Funde der an Geflügelpest verendeten Wildvögle rückläufig sind, ist die Erkrankung inzwischen bundesweit in über 50 Geflügelbeständen ausgebrochen und hat große wirtschaftliche Schäden verursacht. Daher hat der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk am 31.01.2017 erneut die Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet. Sie gilt ab dem 2. Februar 2017 bis vorerst 15. März 2017. Die erneute Verfügung der Stallpflicht betrifft diesmal nur Landkreise in denen vom Friedrich-Löffler-Institut benannte Risikofaktoren eine Rolle spielen.

Der Ostalbkreis fällt aufgrund seiner großen Geflügelhaltungen in die Kategorie der geflügelreichen Regionen und ist daher betroffen. Das Landratsamt Ostalbkreis hat daraufhin am 1. Februar 2017 eine Allgemeinverfügung zur Aufstallungspflicht für Geflügel erlassen. Im Rahmen der Allgemeinverfügung werden außerdem Ausstellungen und Börsen für gehaltene Vögel sowie die Teilnahme an Ausstellungen und Börsen außerhalb des Ostalbkreises verboten. Ausgenommen von dem Verbot sind lediglich Tauben. Die Allgemeinverfügung wird in den Tageszeitungen des Ostalbkreises veröffentlicht und kann in ihrem vollen Wortlaut mit Begründung beim Geschäftsbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamts eingesehen werden. Sie steht auch zum Download zur Verfügung.

Funde von verendeten Wasservögeln, Raub- oder Rabenvögeln sollen dem Geschäftsbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung unter genauer Beschreibung der Fundstelle (z.B. Ausdruck Kartenauschnitt aus Google Maps) mitgeteilt werden, damit der Tierkörper beprobt und sicher entsorgt werden kann (Tel. 07361 503-1830). Im Ostalbkreis wurde bisher bei keinem im Rahmen dieses Geflügelpestzuges beprobten Vogel das Geflügelpestvirus nachgewiesen.

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