Pressemitteilungen
Nr. 178 vom 09.05.14

Kompaktgutachten für 380-kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe

Stellvertretend für die Interkommunale Interessensgemeinschaft 380 kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe, die sich aus dem Ostalbkreis, den Kreisen Göppingen und Rems-Murr sowie den betroffenen Städten und Gemeinden gebildet hat, hat jetzt das Landratsamt Ostalbkreis ein Kompaktgutachten zur Überprüfung der energiewirtschaftlichen und netztechnischen Notwendigkeit der Leitung in Auftrag gegeben.

Hintergrund ist das derzeitige öffentliche Konsultationsverfahren des Netzentwicklungsplans Strom 2014. Da die Eckpunkte der EEG-Reform noch nicht konkret genug waren, sind in die Berechnungen zum Netzentwicklungsplan 2014 neue Erkenntnisse noch nicht eingeflossen. Grundlage ist nach wie vor der von der Bundesnetzagentur am 30. August 2013 genehmigte Szenariorahmen.

Das Szenario A 2024 enthält die von der Bundesnetzagentur bestätigte Maßnahme im Korridor C Wilster-Grafenrheinfeld. Szenario B 2024 enthält Korridor C mit der Ausbaumaßnahme Kreis Segeberg-Goldshöfe. Die Maßnahme C 06 Kreis Segeberg nach Goldshöfe wird nach wie vor für den Netzausbau zwischen Schleswig Holstein-Niedersachsen-Baden Württemberg für erforderlich gehalten. Dabei wird angemerkt, dass die Maßnahme C 06mod von der Bundesnetzagentur im Netzentwicklungsplan 2013 bestätigt wurde, dass die Maßnahme C 06 im Netzentwicklungsplan 2013 zwar als vordringlich ausgewiesen wurde, jedoch noch nicht bestätigt wurde. Beide Szenarien enthalten den Neubau im Startnetz Goldshöfe-Bünzwangen. Die 380-kV-Verbindung Bünzwangen-Goldshöfe wird als wichtige Verknüpfung zu den vorhandenen Transitachsen definiert.

Die Bundesnetzagentur hat in der Bestätigung des Netzentwicklungsplans 2013 ausführlich begründet, warum die Maßnahme C 06 Kreis Segeberg-Goldshöfe nicht bestätigt wurde. Dennoch sieht der Netzentwicklungsplan 2014 diese Transitverbindung wiederum vor. Dies war für die Interkommunale Interessensgemeinschaft 380-kV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe Anlass, bei Professor Dr. Stigler ein Kompaktgutachten zur energiewirtschaftlichen und netztechnischen Notwendigkeit der 380-kV-Leitung von Bünzwangen nach Goldshöfe in Auftrag zu geben. Stigler leitet das Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation an der TU Graz. Es handelt sich um ein unabhängiges und renommiertes Institut, das von der Bundesnetzagentur anerkannt wird. Landrat Klaus Pavel ist zuversichtlich, dass das Kompaktgutachten zur Auslastung der 380-kV-Leitung von Bünzwangen nach Goldshöfe eine Aussage treffen kann, die von der Bundesnetzagentur bei der Überprüfung des Entwurfs des Netzentwicklungsplans Strom 2014 berücksichtigt wird.